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Wowereit zum Tode von Johannes Paul II.

Pressemitteilung vom 04.04.2005

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat mit Trauer vom Ableben von Papst Johannes Paul II. Kenntnis genommen.

Der Regierende Bürgermeister erklärte: “Johannes Paul II. war eine charismatische Persönlichkeit mit Ausstrahlung über den gesamten Globus. Er hat es wie wenige verstanden, die Menschen zu binden und für seinen Glauben zu gewinnen. Die Jüngeren haben in ihrem Leben bisher keinen anderen Papst als Johannes Paul II. erlebt. Er ist für Gläubige, aber auch für Nichtgläubige, in den Jahren seit seiner Wahl im Jahre 1978 zu einer dem Anschein nach unerschütterlichen, nicht hinweg zu denkenden Instanz geworden.

Sein Wort hatte Gewicht über die Kirche hinaus. So hat er sich immer klar und eindeutig für die friedliche Lösung von Konflikten eingesetzt. Frieden auf der Welt war ihm ein elementares Anliegen, er hat den Krieg egal aus welchem Grund zu jeder Zeit abgelehnt.

Johannes Paul II. hat entscheidenden Einfluss genommen, um das Gesicht der Welt zu verändern. Schon früh hat er sich in seinem Heimatland Polen für die Sache der Freiheit engagiert. Die Solidarnosc ist ohne ihn nicht zu denken, der polnische Papst hat dazu beigetragen, dass der eiserne Vorhang gefallen ist. Davon hat auch Berlin profitiert. Es ist ihm 1996 bei seinem Berlin-Besuch als Oberhaupt der katholischen Kirche auch persönlich wichtig gewesen, durch das offene Brandenburger Tor zu gehen, das für ihn ein Symbol der Teilung des Kontinents gewesen war.

Johannes Paul II. war ein Papst, der mit seinen Positionen auch Widerspruch erzeugt hat, nicht zuletzt auch in seiner eigenen Kirche. Es bleibt seinem Nachfolger überlassen, die Positionen der katholischen Kirche in vielen gesellschaftspolitischen Fragen zu modernisieren.

Die Berlinerinnen und Berliner trauern mit den Katholikinnen und Katholiken um einen großen Papst und erweisen einer Persönlichkeit historischen Rangs ihren tiefen Respekt.”

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