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Förderung der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Pressemitteilung vom 01.03.2005

Aus der Sitzung des Senats am 1. März 2005:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Thomas Flierl, einen Bericht an das Abgeordnetenhaus über die Förderung der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde beschlossen.

Wie kaum ein anderer Ort symbolisiert das ehemalige Notaufnahmelager Marienfelde die Auswirkungen der Teilung Deutschlands und Berlins. Von 1953 bis 1990 war das zentrale und bekannteste Aufnahmelager für über eine Million Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR die erste Anlaufstelle im Westen.

Im Frühjahr 2005 wird die aus Bundes- (Gedenkstättenfonds) und Landesmitteln (Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin DKLB) finanzierte, räumlich erweiterte und inhaltlich neu konzipierte ständige Ausstellung der Erinnerungsstätte zur Flucht im geteilten Deutschland eröffnet.

Der Betrieb der von der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages als Gedenkstätte von gesamtstaatlicher Bedeutung anerkannten Einrichtung wurde bisher allein durch ehrenamtliche Arbeit und Beiträge der Vereinsmitglieder sowie durch Spenden getragen. Nun hat der Senat – dem Auftrag des Abgeordnetenhauses entsprechend – beschlossen, die Erinnerungsstätte dauerhaft zu sichern und nach Neueröffnung mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 121.500 € zur Gesamtfinanzierung beizutragen.

Mit der Bereitstellung dieser Mittel der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz schafft der Senat die Voraussetzung für eine angestrebte Bundesbeteiligung in gleicher Höhe. Gemäß der Gedenkstättenkonzeption des Bundes können Gedenkstätten und Projekte dann mit Bundesmitteln gefördert werden, wenn sie von nationaler bzw. internationaler Bedeutung sind und sich das jeweilige Sitzland mit mindestens der Hälfte der benötigten Mittel an der Förderung beteiligt.

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Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Telefon: 90228-203
E-Mail: pressestelle@senwfk.verwalt-berlin.de