Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Als Broschüre oder als Download im Internet: Wirtschaftsbericht IV/2005 erschienen

Pressemitteilung vom 25.11.2005

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Trotz kräftig gestiegener Energiepreise hat sich die Konjunktur in Berlin weiter leicht belebt. Nach der Flaute in den ersten Monaten dieses Jahres begann sich bereits zur Jahresmitte hin eine Belebung der Wirtschaftstätigkeit abzuzeichnen. Im Gefolge der robusten Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der wieder stärkeren Konjunkturerholung in Deutschland setzte sich die leichte Aufwärtsbewegung in Berlin im Herbst fort.

Auch die Ergebnisse der jüngsten gemeinsamen Umfrage der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer in Berlin sprechen für eine weiter aufwärts gerichtete Konjunktur. Nach dem Stimmungseinbruch im Frühjahr dieses Jahres äußerten sich die Unternehmen im Herbst 2005 wieder wesentlich zuversichtlicher. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung des Geschäftsklimas waren vor allem die Dienstleistungen, das Gastgewerbe und auch die Industrie.

Die Auftragsbücher der Industrieunternehmen in Berlin haben sich wieder gefüllt. Impulse kamen nicht nur aus dem Ausland. Gleichzeitig gingen auch mehr inländische Bestellungen ein als vor einem Jahr. Die Industrieumsätze waren – gestützt auf Absatzerfolge im Ausland – leicht aufwärts gerichtet. Mit der Erholung der Lage in der Industrie ist auch eine verstärkte Ausweitung der Aktivitäten unternehmensnaher Dienstleister zu erwarten. Die Umsätze im Gastgewerbe zeigten tendenziell nach oben. Angesichts deutlich steigender Übernachtungen meldete die Hotellerie eine lebhafte Umsatztätigkeit.

Eine Schwachstelle der wirtschaftlichen Entwicklung bleibt die Berliner Bauwirtschaft. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe ließen im dritten Vierteljahr 2005 erheblich nach. Gleichzeitig ging die Leistung der Berliner Baufirmen weiter zurück.

Die Unternehmensgründungen in Berlin sind erneut deutlich gestiegen. Die Gründungsaktivitäten stützten sich vor allem auf die Förderung der Selbstständigkeit durch die Arbeitsmarktpolitik (Gründung von Ich-AGs). Die meisten Neugründungen gab es weiterhin im Dienstleistungsbereich. Bei Einzelunternehmen, auf die rund vier Fünftel der Gewerbeanzeigen entfallen, erfolgt etwa jede dritte Neugründung durch Frauen.

Die Wirtschaftsleistung in Berlin erreichte in der ersten Hälfte dieses Jahres nicht ganz das entsprechende Vorjahresniveau (reales Bruttoinlandsprodukt: – 0,6 %; Deutschland: 0,6 %).

Der Arbeitsmarkt wird nach wie vor stark durch die Auswirkungen der Arbeitsmarktreformen geprägt. Die Erwerbstätigkeitentsprach im zweiten Quartal 2005 etwa dem vor Jahresfrist erreichten Stand. Damit setzte sich den Angaben des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ zu Folge die Zunahme der Beschäftigung des vergangenen Jahres nicht fort.

Während sich die Ausweitung von Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung, die Förderung von Existenzgründungen sowie die – wenn auch verlangsamte – Zunahme geringfügig entlohnter Beschäftigung weiterhin positiv auf die Gesamtbeschäftigung auswirkten, ging auf der anderen Seite die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erheblich zurück. Die Zahl der Erwerbstätigen lag in Berlin im zweiten Vierteljahr 2005 bei 1,533 Mio Personen (gegen Vorjahr – 400 / – 0,0 %; Deutschland: – 0,3 %).

Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannte sich sowohl durch die übliche Herbstbelebung als auch vor allem auf Grund der weiteren Zunahme von neuen Zusatzjobs. Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin sank im Oktober 2005 um 8.000 auf insgesamt rund 304.000 (Frauen: 132.400, Männer: 171.600).

Der Wirtschaftsbericht IV/2005 kann in der Pressestelle der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Martin-Luther-Straße 105, 10825 Berlin, angefordert (0,60 € Rückporto oder Abholung) und [[/imperia/md/content/senatsverwaltungen/senwaf/wirtschaft/berichte/quart405.pdf|im Internet als PDF-Datei]] heruntergeladen werden

Rückfragen:
Christoph Lang
Telefon: 9013-7418
E-Mail: pressestelle@senwaf.verwalt-berlin.de