Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Kohärente Innovationsstrategie des Landes Berlin: Wie aus Wissen Arbeit wird – Masterpläne für Berlins Zukunft

Pressemitteilung vom 02.11.2005

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Berlins Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf, hat heute gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h.c. Günter Stock, Mitglied des Vorstandes der Schering AG, und dem Vorstand der Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin, Dr. Bruno Broich, die Innovationsstrategie des Landes Berlin vorgestellt. Inhalt dieser Strategie ist ein aktives und zwischen allen Beteiligten innerhalb und außerhalb des Senates abgestimmtes Innovationsmanagement, das sich an den Stärken der Stadt ausrichtet, konkrete Handlungsfelder definiert und die Wirtschaftsförderung einbezieht. Damit folgt der Senat den Empfehlungen der Evaluierung seiner Wirtschaftsförderpolitik und der Enquetekommission des Abgeordnetenhauses „Eine Zukunft für Berlin“.

Die Innovationsstrategie des Landes Berlin wurde gemeinsam von TSB, Berlin Partner GmbH, Industrie- und Handelskammer Berlin, Handwerkskammer Berlin, Investitionsbank Berlin, den Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Wissenschaft, Forschung und Kultur und Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz sowie für Stadtentwicklung unter Leitung von Senator Wolf erarbeitet. Für die Kompetenzfelder

- Biotechnologie
- Medizintechnik
- Informations- und Kommunikationstechnologie
- Verkehrssystemtechnik und
- Optik

wurden strategische Ziele formuliert und der Weg dort hin in Masterplänen beschrieben. Ein weiterer, übergreifender Masterplan widmet sich dem

- Cluster Gesundheitswirtschaft

im Ganzen, der die einzelnen Kompetenzfelder Biotechnologie und Medizintechnik sowie in Teilen auch Informations- und Kommunikationstechnologie und Optik umfasst.

Mit der vorliegenden Innovationsstrategie werden klare Verantwortlichkeiten und Schnittstellen zwischen allen Beteiligten definiert:
Die TSB organisiert den strategischen Dialog und organisiert bzw. koordiniert das Kompetenzfeldmanagement ihrer Initiativen sowie der Initiativen außerhalb der TSB.

Die Berlin Partner GmbH mit den Kammern und in Kooperation mit der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (uvb) betreiben die Entwicklung der Kompetenzfelder zu Wertschöpfungsketten und Wirtschaftsclustern durch Bestandsförderung, gezielte Akquisition und Ansiedlung. Das Marketing für den Innovationsstandort verbessert die Kommunikation in der Stadt und macht das Profil von außen klar erkennbar.

Die Investitionsbank Berlin unterstützt den Auf- und Ausbau des Wirtschaftsstandorts durch wirkungsvolle Wirtschaftsförder- und Existenzgründungsprogramme.

Der Senat sorgt für die politische Abstimmung und Prioritätensetzung. Durch abgestimmtes Handeln werden die Innovationsfördereffekte vieler Ressorts und ihrer Institutionen und Maßnahmen für die Stärkung der Wirtschaft genutzt.

Senator Wolf: „Wir handeln nach dem Motto „Die Stärken Berlins stärken“. Den tief greifenden Strukturwandel der Berliner Wirtschaft können wir nur meistern, wenn wir uns auf den Wachstumsfeldern der Zukunft national wie international an hervorragender Stelle positionieren. Die Innovationsstrategie des Landes Berlin hat eine besondere Qualität: Alle Beteiligten – von der Wirtschaft über die Wissenschaft bis zum Senat – haben sie gemeinsam formuliert und werden ihre Umsetzung gemeinsam vorantreiben.
Die vorliegenden Masterpläne sind keine abstrakten Studien, sondern konkrete Blaupausen für Berlins Zukunft. Sie haben auch direkte Auswirkungen auf die Verteilung finanzieller Wirtschaftsförderung. So sind bereits im laufenden Jahr 78 von insgesamt 96 Millionen Euro Fördermitteln für die Kompetenzfelder vorgesehen. Hinzu kommen weitere 20 Millionen Euro Beteiligungskapital aus dem Venture Capital Fonds der Investitionsbank Berlin, die bis 2008 jungen Unternehmen aus diesen Zukunftsbranchen zur Verfügung stehen.“

Dr. Broich: “Mit dem Quadriga-Prozess beschreitet Berlin einen neuen Weg der Zusammenarbeit aller Kräfte zur nachhaltigen Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Berlin. Die von den Quadriga-Partnern Senat, TSB, IBB, Berlin Partner und IHK gemeinsam verfassten Masterpläne beschreiben Maßnahmen zu einer zielorientierten, systematischen Weiterentwicklung der Berliner Kompetenzfelder.

Erklärtes Ziel ist der systematische Ausbau der Kompetenzfelder zu international wettbewerbsfähigen Clustern. Die hierzu erforderlichen Maßnahmen umfassen die Bereiche Netzwerke, Infrastruktur, Unternehmensansiedlung, -ausgründung, -bestandsentwicklung, Aus- und Weiterbildung, Marketing und nicht zuletzt innovative Verbundprojekte mit Netzwerkpartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die Umsetzung und Erfolgskontrolle der Maßnahmen erfolgt durch die Quadriga-Partner unter der Leitung des Wirtschaftssenators.”

Professor Stock: „Mit dem Masterplan Gesundheitswirtschaft haben wir eine großartige Chance, die vorhandenen Potentiale in Biotechnologie, Molekularer Medizin und Medizintechnologie sowie der ausgezeichneten Forschungsinfrastruktur zu einem Cluster zusammenzuführen, welches international sichtbar wird und regional zur Schaffung von interessanten Arbeitsmöglichkeiten beitragen wird.
Die Herausforderung besteht darin, vorhandene Kooperationsnetzwerke zusammenzuführen, um mit einigen wichtigen Strukturmaßnahmen („Leuchttürme“) zur Schaffung einer nachhaltig wirksamen Wertschöpfungskette beizutragen. Der vorliegende Masterplan soll dazu führen, die Vision einer Gesundheitsregion Berlin Realität werden zu lassen.“

Die Masterpläne sind als Download verfügbar unter der Adresse:
[[/sen/wirtschaft/politik/kompetenzfelder.html|http://www.berlin.de/sen/wirtschaft/politik/kompetenzfelder.html]]

Rückfragen:
Christoph Lang
Telefon: 9013-7418
E-Mail: pressestelle@senwaf.verwalt-berlin.de