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Senat sieht seine Politik der Bekämpfung der Schwarzarbeit bestätigt: Studie verzeichnet Rückgang der Schwarzarbeit in Deutschland

Pressemitteilung vom 13.07.2005

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Die dänische Rockwool Foundation, Kopenhagen, meldet in ihrer neuen bemerkenswerten Studie zur Schwarzarbeit in Deutschland einen signifikanten Rückgang um 24 Prozent im Zeitraum 2001 bis 2004. Danach sank der Anteil der Schwarzarbeit am dt. Bruttoinlandsprodukt von 4,1 % auf 3,1 %. Zu diesem Ergebnis kamen Prof. Dr. Lars P. Feld, Uni Marburg, und Claus Larsen, M.Sc., Rockwool Foundation, als sie die Ergebnisse ihrer Repräsentativbefragung von 2.143 Personen zwischen August und Oktober 2004 mit früheren aus dem Jahre 2001 verglichen.

Demzufolge arbeitet der typische Schwarzarbeiter wöchentlich 7,56 Stunden, wobei Frauen mit 6 Stunden 46 Minuten weniger schwarz arbeiten als Männer (7 Stunden 52 Minuten). Allerdings sei der durchschnittliche Stundenlohn zwischen 2001 bis 2004 bei den Frauen von 8,40 € auf 8,70 € gestiegen, während er bei den Männern um 30 Cent auf 11 € fiel. Insgesamt gesehen blieb der nominale Stundenlohn aus Schwarzarbeit mit 10,40 € so gut wie unverändert (nach 10,30 € im Jahre 2001).

Beachtenswert sind die sektoralen Verschiebungen der Schwarzarbeitsaktivitäten zwischen 2001 und 2004. Der Studie zufolge ging der Anteil des primären Sektors (u.a. Landwirtschaft von 16,8 % auf 2,4 %) rapide zurück, während der Anteil des Baugewerbes (von 12,9 % auf 19,3 %) anstieg. Ebenso rückläufig war die Entwicklung im Hotel- und Gaststättengewerbe (von 8,6 % auf 4,8 %), während der Transport- und Telekommunikationsbereich zum zweitgrößten Sektor anstieg (von 3,2 % auf 5,4 %).

Mit ihrer Studie bekräftigt die Rockwool Foundation die Rückläufigkeit der Schwarzarbeit in Deutschland und befindet sich damit in Übereinstimmung mit Schätzungen auf der Basis makroökonomischer Daten. Der Senat von Berlin sieht sich damit bestätigt in seiner Politik der Bekämpfung der Schwarzarbeit durch Information, Prävention und Verfolgung.

Staatssekretärin Susanne Ahlers erklärt: “Die Studie zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Wege befinden, um die Schwarzarbeit und die damit verbundenen wettbewerblichen Verzerrungen und Belastungen des Gemeinwesens durch Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern einzudämmen. Wenn wir gewerbsmäßige Schwarzarbeit und ihre Drahtzieher wirksam bekämpfen wollen, muss das Risiko entdeckt und bestraft zu werden, so hoch wie möglich sein. Hier haben die gemeinsame Ermittlungsgruppe Schwarzarbeit in Berlin, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Bundesfinanzministeriums und das Berliner Bündnis für Regeln am Bau hervorragende Arbeit geleistet.”

Für die Zukunft fordert Ahlers zudem die Mitführungspflicht des Personalausweises, um die Identitätsfeststellungen vor Ort zu erleichtern, sowie die Verbesserung der Zuverdienstregeln für Bezieher von Arbeitslosengeld II, um positive Anreize für legale Arbeit zu setzen und irreguläre Aktivitäten in reguläre Arbeit zu überführen.

Eine Kurzfassung der Studie der Rockwool Foundation, Kopenhagen, kann über das Internet abgerufen werden: http://www.rff.dk/uknyhedsbrev/jun2005g.pdf

Rückfragen:
Brigitte Schmidt
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