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Neue Strategie für Wirtschaftskraft und Beschäftigung durch IT-Technologien: Berliner IT-Branche im Aufwind

Pressemitteilung vom 31.03.2005

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

ACHTUNGSPERRFRIST: 31. März 2005 – 17.00 Uhr

Die Landesinitiative Projekt Zukunft stellt auf ihrer diesjährigen Jahresveranstaltung die neue IT-Strategie für Berlin „Wirtschaftskraft und Beschäftigung mit neuen Technologien“ vor. Leitgedanken der Strategie sind: Vorrang für wirtschaftliches Wachstum, mehr Zusammenarbeit und bessere Abstimmung zwischen den Wirtschaftsförderinstituten sowie die Konzentration auf wesentliche Themen.

Harald Wolf: „Informationstechnologie und Telekommunikation sind wichtige und wachsende Wirtschaftszweige in Berlin. Die Branche wird durch ca. 3.000 IT- und Telekommunikationsdienstleistungsunternehmen getragen. Mehr als 350 Unternehmen sind darüber hinaus dem verarbeitenden Gewerbe zuzurechnen. Insgesamt erwirtschaftete die Branche mit 40.000 Beschäftigten einen Umsatz von 5,6 Mrd. €.

Diese Wirtschaftssegmente sind aber mehr als Zahlen, sie sind Schlüsselbranchen, von deren Vorhandensein und deren Dynamik die gesamte Berliner Wirtschaftskraft beeinflusst wird. Die Produkte der IT-Branche werden immer mehr zum untrennbaren Bestandteil aller Industrie- und Dienstleistungsmärkte, entweder durch den Einbau von Komponenten in Waren aller Art oder als Teil von Dienstleistungsangeboten.“

Die IT-Strategie wurde von der Landesinitiative Projekt Zukunft zusammen mit der Investitionsbank Berlin, Partner für Berlin, der Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin, der Wirtschaftsförderung Berlin International, dem Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Adlershof sowie in Abstimmung mit der Industrie- und Handelskammer zu Berlin entwickelt.

Der Informationstechnikbranchenverband BITKOM erwartet für die deutsche IT-Wirtschaft im Jahr 2005 ein solides Wachstum von 3,4%, das sich auch im Jahre 2006 in gleicher Größenordnung fortsetzen soll. Hierdurch ergibt sich erstmals nach mehreren Jahren des Arbeitsplatzverlustes die Chance zur Schaffung von bundesweit ca. 10.000 neuen Arbeitsplätzen in der Branche.

Berlin strebt an, das durchschnittliche Wachstum in Deutschland bei den Arbeitskräften in der Informationstechnologie um 1 % zu übersteigen. Mindestens ein international agierendes IT-Unternehmen soll jährlich für Berlin gewonnen werden. Aktionsfelder der IT-Strategie für die kommenden zwei Jahre sind der Ausbau der Netze und netznahen Dienste für die Breitbandkommunikation, Entwicklung neuer konvergenter Dienste, Stärkung der Position Berlins im Bereich Sicherheit, XML-Technologie, Telemedizin sowie Beschleunigung der E-Government-Projekte.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bestätigt mit einer Untersuchung aus dem Dezember 2004 für Berlin diesen positiven Trend: Die Mehrzahl der IT-Unternehmen in der Region Berlin-Brandenburg werden im kommenden Jahr investieren und Arbeitsplätze schaffen. Zugleich gewinnt die Branche als Wachstumsmotor für die regionale Wirtschaft weiter an Bedeutung. 60 % der IT-Unternehmen wollen der Studie zufolge im kommenden Jahr Mitarbeiter einstellen. Mit steigenden Umsätzen rechnen zwei Drittel der IT-Unternehmen am Standort

In der Landesinitiative Projekt Zukunft, die von der Wirtschaftsverwaltung geleitet wird, arbeiten seit sieben Jahren inzwischen über 700 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden gemeinsam an Projekten für den Strukturwandel in der Stadt. Zahlreiche Projekte und Initiativen – von CidS! Computer in die Schulen bis hin zu DVB-T, dem digitalen terrestrischen „Überall-Fernsehen“ sind in diesem Zeitraum entwickelt und unterstützt worden.

[[/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2005/mdb-senatsverwaltungen-senwaf-wirtschaft-pz_strategiepapier240205.pdf|Das gesamte Strategie-Papier als PDF-Dokument]]

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Christoph Lang
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