Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Arbeitssenator Wolf zu den Arbeitsmarktzahlen für Berlin im Februar: „Kommunen können Jobkrise nicht alleine lösen – Bund in Verantwortung“

Pressemitteilung vom 01.03.2005

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Im Februar diesen Jahres waren 331.095 Berlinerinnen und Berliner arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 19,6 Prozent. Dies bedeutet einen Anstieg in der Arbeitslosenstatistik gegenüber dem Vormonat Januar 2005 um 3.226 (1%) und gegenüber dem Vorjahresmonat Februar 2004 um 24.691 (8,1%). Ende Februar waren bei den Berliner Arbeitsagenturen 9.309 offene Stellen gemeldet. Damit kamen auf einen angebotenen Arbeitsplatz 36 registrierte Arbeitssuchende.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat ist hauptsächlich auf saisonale Effekte zurückzuführen. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vorjahr liegt vor allem daran, dass nach Hartz IV viele bisher Sozialhilfe Empfangende nun Arbeitslosengeld II beziehen und neu in der Arbeitslosenstatistik erfasst wurden.

Arbeitssenator Harald Wolf dazu: „Es war zu erwarten, dass die Arbeitslosenzahlen im Februar aus saisonalen Gründen noch einmal ansteigen werden. Das ändert nichts an der grundsätzlich positiven Tendenz in der Berliner Wirtschaft. Die Unternehmensnachrichten der vergangenen Tage zeigen, dass hier auch wieder neue Jobs entstehen. Die Arbeit des Senats in den vergangenen drei Jahren trägt erste Früchte.

Doch auch der stärkste Wirtschaftsaufschwung wird die Beschäftigungskrise in Deutschland nicht lösen. Die Bundesregierung muss daher den Mut finden, vor allem niedrige Einkommen von Lohnnebenkosten zu entlasten. Unverzüglich aber muss der Bund, namentlich Bundesarbeitsminister Clement, die Jobcenter vor Ort in die Lage versetzen, die Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt oder zumindest in Beschäftigungsmaßnahmen zu vermitteln. Clements Versuch, hierfür den Kommunen die Verantwortung in die Schuhe zu schieben, wird scheitern.“

Rückfragen:
Christoph Lang
Telefon: 9013-7418
E-Mail: pressestelle@senwaf.verwalt-berlin.de