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Enge Kooperation von Charité und Vivantes vereinbart

Pressemitteilung vom 22.09.2005

Die beiden landeseigenen Gesundheitsunternehmen Charité – Universitätsmedizin Berlin und Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH haben sich auf eine enge Kooperation verständigt. Dies ist das Ergebnis von Gesprächen der beiden Unternehmensleitungen mit den zuständigen Senatoren Dr. Thomas Flierl (Wissenschaft, Forschung und Kultur) und Dr. Heidi Knake-Werner (Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz).
Die Kliniken von Vivantes sind wieder akademische Lehrkrankenhäuser der Charité. Einen entsprechenden Vertrag haben Prof. Dr. Martin Paul, Dekan der Charité, und Wolfgang Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Vivantes, gestern im Beisein der beiden Senatoren unterzeichnet. “Damit können Berliner Medizinstudentinnen und Medizinstudenten künftig ihre ärztliche Ausbildung im Praktischen Jahr (PJ) an einer Berliner Vivantes-Klinik absolvieren”, teilt Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl mit.
Grundlage der vereinbarten Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Krankenversorgung ist eine umfassende Analyse der Leistungsdaten der beiden landeseigenen Gesundheitsunternehmen, welche die beiden Unternehmensleitungen einvernehmlich vorgenommen haben. “Auf Grund dieser Analyse konnten die Leistungsbereiche identifiziert werden, die für eine Kooperation besonders geeignet sind”, erklärt Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner.
Der Charité-Vorstand und die Vivantes-Geschäftsführung vereinbarten die Ausarbeitung gemeinsamer, einheitlicher Behandlungsstrategien (sog. Behandlungspfade), die Grundlage einer zukünftigen institutionellen Zusammenarbeit sein sollen. Beginnen wird man den Bereichen Schlaganfallbehandlung, Orthopädie und Kardiologie. “Ziel dieser Kooperation sind zukünftige Vereinbarungen über einheitliche Behandlungskriterien in diesen Bereichen”, macht Vivantes-Chef Wolfgang Schäfer deutlich.
Ein für den Gesundheitswirtschaftsstandort Berlin interessantes Kooperationsfeld ist die klinisch-therapeutische Forschung. “Auch hier werden die beiden Unternehmen ihre Zusammenarbeit verstärken und die hervorragende Ausgangsposition sichern, die Berlin in der klinische Forschung in Deutschland innehat”, erklärt Prof. Dr. Detlev Ganten, Vorstandsvorsitzender der Charité. Auch für die neurologische und orthopädische Rehabilitation sowie die Herzchirurgie streben die beiden Unternehmen eine enge Kooperation an.
Weitere Kooperationsmöglichkeiten werden in den Bereichen Psychiatrie und Kinderchirurgie gesehen. Für die Krankenversorgung im Südwesten Berlins, an der Charité und Vivantes beteiligt sind, soll eine gemeinsame Strategie erarbeitet werden. Im medizinischen Servicebereich wird die Charité Vivantes ein Angebot zur Lieferung von Blutkonserven unterbreiten.
Senator Flierl und Senatorin Knake-Werner werten die verbindlichen Absprachen zur Kooperation von Charité und Vivantes als Erfolg: “Damit sind wir unserem politischen Ziel einer strategischen Koordination der beiden landeseigenen Gesundheitsunternehmen ein großes Stück näher gekommen.”

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Dr. Torsten Wöhlert
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