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Berliner Hochschulen: Vertraglich abgesichert und leistungsstark in die nächsten Jahre

Pressemitteilung vom 14.07.2005

Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl erklärte heute anlässlich der Unterzeichnung der Hochschulverträge für die Jahre 2006 bis 2009: „Berlin ist mit seinen vierjährigen Hochschulverträgen ein Beispiel für die anderen Bundesländer. In keinem anderen Bundesland haben die Hochschulen eine so weitreichende Finanzierungs- und damit auch Planungssicherheit, weil diese Finanzzusagen ohne einen Haushaltsvorbehalt gemacht wurden. Die Leistungsberichte der Berliner Hochschulen, die jährlich Auskunft über ihre Entwicklungen geben, bestätigen die Richtigkeit des Weges, die Berliner Hochschul- und Wissenschaftspolitik langfristig über Verträge zu steuern. Mit der Veröffentlichung der Leistungsberichte und der Teilnahme Berliner Hochschulen am Ausstattungs-, Kosten- und Leistungsvergleich der norddeutschen Länder wird ein höchstmögliches Maß an Transparenz über die Kostenstruktur und die Leistungen der Berliner Hochschulen hergestellt, das ich mir auch von anderen Ländern wünschen würde. Wir haben auch keinen Grund, uns zu verstecken.“

Heute haben alle Hochschulleitungen die Verträge unterzeichnet, damit können sie ab dem 1. Januar 2006 in Kraft treten.

Mit der Unterzeichnung gehen zeitgleich die Leistungsberichte der Hochschulen für das vergangene Jahr und die Ergebnisse des Ausstattungs-, Kosten- und Leistungsvergleiches (AKL) der HIS GmbH für die norddeutschen Länder und Berlin mit den Daten vom Jahr 2002 zur Information an das Berliner Abgeordnetenhaus.

Als wesentliche Ergebnisse der beiden Berichte lassen sich festhalten:

· Die Universitäten sind hervorragend in der Forschung aufgestellt. Sowohl die Einwerbung von Drittmitteln ( insgesamt bei den Universitäten: 155 Mio. € ) als auch die Etablierung von Wissensclustern und die hohe Anzahl von Sonderforschungsbereichen machen deutlich, dass die Universitäten thematisch, regional und überregional gut vernetzt sind. Auch die Fachhochschulen konnten ihre Drittmittel um 6 % steigern.

· Die Hochschulen haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um ihre Wirtschaftlichkeit zu verbessern und gleichzeitig ein wirksames Qualitätsmanagement einzuführen.
· Die Berliner Universitäten liegen bei der nachfrageorientierten Kostenkennzahl im AKL deutlich unter dem Durchschnittswert, damit werden die Kosten für das bestehende Studienangebot durch eine hohe Nachfrage gerechtfertigt.

· Verschiedene Maßnahmen der Hochschulen zur Verkürzung der Studiendauer beginnen zu wirken. Die Regelstudienzeitquote hat sich leicht auf 40% erhöht.

· Die „Erfolgsquote“ der Universitäten ist von 49% im Jahr 2003 auf durchschnittlich 52% gestiegen. Sie liegt bei den Berliner Fachhochschulen bei 67%. Damit ist ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen. Sie liegt bei allen der am AKL beteiligten Universitäten für 2002 bei 48% und damit unterhalb der Berliner Ergebnisse.

· Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wurde verstärkt. Dabei setzen die Universitäten auf Nachwuchsgruppen, Graduate Schools und Graduiertenkollegs. Die Zahl der Promotionen je Professor an den Berliner Universitäten liegt mit 1,29 Promotionen pro Professor über dem Bundesdurchschnitt.

· Die Einnahmen der Hochschulen aus Weiterbildungsangeboten wachsen kontinuierlich und sind vom Jahr 2000 bis 2004 von 1,7 Mio. € auf 3,2 Mio. € angestiegen.

· Die Repräsentanz von Frauen innerhalb der einzelnen Qualifikationsstufen hat sich stetig verbessert und liegt inzwischen auf allen Stufen über dem derzeitigen Bundesdurchschnitt: z.B. bei den Professuren: Universitäten: 17% Frauenanteil, Fachhochschulen: 18% Frauenanteil, Künstlerische Hochschulen: 28% Frauenanteil.

· Die leistungsbezogene Mittelverteilung hat zu einem verstärkten Wettbewerb unter den Hochschulen geführt. Bei den Universitäten gewinnt die Freie Universität zum vierten Mal. Die Humboldt-Universität und die Technische Universität müssen gemeinsam Mittel abgeben. Bei den Fachhochschulen gehören die Fachhochschule für Wirtschaft, die Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege und die Alice-Salomon-Fachhochschule zu den Gewinnern.

· Das Bewusstsein der Hochschulen für die Bündelung und Profilierung von Forschungskapazitäten, den Transfer von Wissen in Anwendung und die gezielte Vorbereitung von Studierenden für den Arbeitsmarkt und wirtschaftliche Selbständigkeit ist sichtlich gewachsen. Erfreulich ist die Entwicklung im Bereich der Verwertung von wissenschaftlichen Ergebnissen. Die Patentverwertungsagentur ipal belegt auch im zweiten Evaluierungsgutachten bundesweit den besten Platz bei den neugegründeten Agenturen.

Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl: „ Ich bin überzeugt, dass die Berliner Universitäten im Wettbewerb um das Exzellenzprogramm sehr gut abschneiden werden. Es bietet vor allem auch die Chance, die Vernetzung mit außeruniversitären Forschungsinstituten in den Exzellenzclustern zu intensivieren. Erfreulich sind unsere leistungsstarken Fachhochschulen, deren Ausbau durch den Fachhochschulstrukturfonds, der weitere zusätzliche Studienplätze schaffen wird, vorangetrieben wird.“

Alle Dokumente werden in Kürze auf der Internetseite der [[http://www.senwisskult.berlin.de|Senatswissenschaftsverwaltung]]
abrufbar sein.
Für weitere Rückfragen: Dr. Brigitte Reich, Tel. 90228-204

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