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Abschlußbericht der Expertenkommission „Neuorganisation der Berliner Öffentlichen Bibliotheken“: Erhöhung des Medienetats, Dienstleistungszentrale VÖBB, Selbstverantwortung und Kundenorientierung der lokalen Bibliotheken

Pressemitteilung vom 07.07.2005

Die mögliche Neuordnung der Berliner Öffentlichen Bibliotheken steht im Zentrum des Abschlussberichts einer Expertengruppe, die im Auftrag des Kultursenators und der Bezirksstadträte eingerichtet und mit dem inhaltlichen Auftrag versehen worden ist, den Handlungsbedarf für Berlin zu formulieren und innovative Vorschläge für eine Neuorganisation der Berliner bezirklichen Bibliotheken zu erarbeiten. Zu den Experten zählen drei bekannte Führungskräfte großer deutscher Bibliothekssysteme, die aufgrund ihres überregionalen Engagements nicht nur über einen Überblick über das europäische Bibliothekswesen verfügen, sondern auch ihre Erfahrungen in der Betriebführung, in Veränderungsprozessen und neuen Organisationsformen in die Arbeit eingebracht haben: Hella Schwemer-Martienßen (Direktorin der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen), Ulrich Moeske (Geschäftsbereichsleiter Bibliotheken der Kulturbetriebe der Stadt Dortmund) und Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen (Direktor der Büchereizentrale des Büchereivereins Schleswig-Holstein e.V.).

Am Gesamtprozess sind auf eigenen Wunsch auch die zuständigen Bezirkstadträte der Berliner Bezirke, europäische Fachleute bei einem öffentlichen Colloquium und die Amtsleitungen der bezirklichen Bibliothekssysteme bei mehreren Hearings beteiligt worden.

Der Abschlußbericht konzentriert sich vor allem auf zwei Punkte: die Absicherung und Verbesserung der Informations- und Literaturversorgung für die Berlinerinnen und Berliner und der effektive Einsatz von Ressourcen. Aus Sicht der Experten sind einerseits die Ausgaben für die Erwerbung neuer Medien im Vergleich zu anderen deutschen Bibliothekssystemen zu gering, andererseits stellen sie insbesondere im internen Verwaltungsbereich vielfach aufwändige Mehrfacharbeiten fest. Ansätze zur Verbesserung sehen die Experten in der Erhöhung des Medienetats, einem berlinweiten Qualitätsmanagement und der Einrichtung einer gemeinsamen Dienstleistungszentrale, die rund um den Verbund der Öffentlichen Bibliotheken (VÖBB) angesiedelt sein soll. Dafür werden Finanzierungsvorschläge vorgestellt und die Auswirkungen auf die innerbezirkliche Organisation sowie die Chancen für die lokalen Bibliotheken und ihre Nutzerinnen und Nutzer skizziert, die in erster Linie in einer größeren Verantwortung und deutlich stärkeren Kundenorientierung liegen sollen.“

Rückfragen:
Dominique Krössin
Telefon: 90 228 205
E-Mail: dominique.kroessin@senwfk.verwalt-berlin.de