Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

FREIE FAHRT BIS ADLERSHOF - Bundesautobahn A113 – neues Autobahnteilstück von der Späthstraße bis nach Adlershof freigegeben

Pressemitteilung vom 01.09.2005

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit:

Der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Dr. Manfred Stolpe und die Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer geben am 1. September 2005 den 22.Bauabschnitt der Bundesautobahn A 113, zwischen den Anschlussstellen Späthstraße und Adlershof für den Verkehr frei. Der fertiggestellte Verkehrsabschnitt ist Bestandteil der Gesamtmaßnahme BAB A100/A113 vom mittleren Stadtring bis zum Berliner Ring ( A 10) in Brandenburg und ermöglicht die durchgängige Befahrung der
A 100 / A 113 bis Adlershof.

„Durch den neuen Autobahnabschnitt an der A113 wird die Verkehrssituation im Bereich von Treptow/Köpenick und Neukölln wesentlich verbessert. Die Belastungen von Anwohnern durch Lärm und Abgase, besonders auf der B 96 a und B 179 werden erheblich reduziert und insbesondere auch die Verkehrssicherheit deutlich verbessert. Neben wichtigen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorten im Bereich von Adlershof bereiten wir damit zudem die leistungsfähige Anbindung des Single-Flughafens Berlin-Brandenburg-International an das Straßennetz vor. Die Bundesregierung wird auch zukünftig in die Verbesserung und Erhaltung der Verkehrswege in Berlin investieren und somit die Wirtschaftskraft der deutschen Hauptstadt stärken“, betonte Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe.

Ingeborg Junge-Reyer: „Die neue Autobahn wird dem Südosten Berlins einen großen Entwicklungsschub bringen. Damit wird eine grundlegende Voraussetzung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt geschaffen. Nach Fertigstellung der BAB A 113 ist aber auch mit einer Entlastung der Buschkrugallee und des Adlergestells zu rechnen, die Wohnqualität in den dort befindlichen Wohngebieten wird eine deutliche Verbesserung erfahren. Die Fortführung des Autobahnbaus an ausgewählten Stellen der Stadt kann also die Lebensqualität im Umfeld verbessern und den Wirtschaftsstandort stärken.“

Das nunmehr für den Verkehr freigegebene Teilstück hat eine Länge von 4,6 km und umfasst die Anschlussstellen Johannisthaler Chaussee, Stubenrauchstraße und Adlershof. Es wurden 6 Brücken, ca. 10.500 qm Stützbauwerke, ca. 8.200 lfd. m Lärmschutzwände mit Höhen von 2 bis 9m, 27 Verkehrszeichenbrücken mit der notwendigen technischen Ausstattung und 6 Bodenfilter sowie umfangreiche Landschaftsbaumaßnahmen ausgeführt.

Nach der Beräumung und der Beseitigung von Altlasten wurden in enger Abstimmung mit den Brückenbauten umfangreiche Erdarbeiten zur Herstellung der Fahrbahndämme durchgeführt. Zugleich wurden alle Brückenbauwerke begonnen. Anschließend erfolgte die Gründung der Lärmschutzwände und der Bau der Fundamente für die Verkehrszeichenbrücken sowie die Betonverfestigung der Fahrbahn. Danach wurden die Lärmschutz- und Betonschutzwände montiert und die Fahrbahnen betoniert. Mit den Kabelarbeiten für die Verkehrstechnik, der Montage der Verkehrszeichenbrücken und der Andeckung des Oberbodens für das Straßenbegleitgrün wurden die Straßenbauarbeiten abgeschlossen.

Die in diesem Bauabschnitt eingesetzte Verkehrstechnik umfasst Wechsel-verkehrszeichen und verschiedene Zeichen zur Verkehrsbeeinflussung mit entsprechenden Markierungsleuchtknöpfen. Die Verkehrszeichenbrücken tragen die Verkehrsbeeinflussungszeichen und die wegweisende Beschilderung. Alle drei Anschlussstellen wurden mit Lichtzeichenanlagen ausgestattet. Für eine leistungsfähige Verkehrsverbindung zwischen BAB-Verbindungsarm und Adlergestell (B96a) wurden weitere Knotenpunkte mit Lichtzeichenanlagen ausgerüstet bzw. an die neue Situation angepasst.

Die ökologische Integration der Verkehrsanlage wird dominiert von der Begrünung der Lärmschutzwände. Weiterhin erfolgt seitlich vom Teltowkanalbegleitweg eine Bepflanzung. Der Teltowkanalbegleitweg hat mehrere Funktionen. Er ist einerseits Betriebsweg für die Bewirtschaftung der Bodenfilter sowie des Teltowkanals und andererseits Geh- und Radweg für die Öffentlichkeit. Für die Erreichbarkeit wurden an den Anschlussstellen Treppenanlagen und Radwegrampen angelegt.

Die Kosten für den freigegebenen 22. Bauabschnitt betragen 130 Mio. Euro und werden vom Bund finanziert. Die Verkehrsfreigabe für den anschließenden 23. Bauabschnitt bis zur Landesgrenze (4 km) mit den Tunnelanlagen im Bereich der Rudower Höhe und Altglienicke ist für Ende 2007 geplant.

Rückfragen:
Manuela Damianakis
Telefon: 9012-5800
E-Mail: manuela.damianakis@senstadt.verwalt-berlin.de