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Gut gebrüllt Löwe - restauriertes Denkmal erhebt sich wieder über dem Wannsee

Pressemitteilung vom 01.09.2005

Am heutigen Donnerstag, dem 1. September 2005 übergeben Senatsbaudirektor Dr. Hans Stimmann und der Baustadtrat des Bezirkes Steglitz-Zehlendorf, Uwe Stäglin, den Flensburger Löwen am Heckeshorn in Berlin-Wannsee nach kurzer Restaurierung der Öffentlichkeit.
Als Gäste sind u.a. Georg Schertz, Vorsitzender der von-Hinckeldey-Stiftung Berlin, Thomas Østrup Møller, Gesandter-Botschaftsrat der Dänischen Botschaft, Wolfgang Börnsen, Vizepräsident des Bundes Heimat und Umwelt sowie Landeskonservator Jörg Haspel anwesend.

Dr. Hans Stimmann: „Dieses zeittypische Werk der Monumentalbildhauerei des Spätklassizismus bereichert nun wieder diesen Platz, der ganz in der Nähe der Gedenk- und Bildungsstätte ‚Haus der Wannsee-Konferenz’ und der inzwischen wieder hergerichteten ‚Villa Liebermann’ ein Anziehungspunkt für Berliner und Besucher unserer Stadt ist.“

Das Denkmal des Flensburger Löwen am Heckershorn ist der Abguss einer Bronzeplastik des dänischen Bildhauers Hermann Wilhelm Bissen, die ursprünglich auf dem Flensburger Alten Friedhof stand und sich seit 1945 in Kopenhagen befindet. Die in Wannsee befindliche Zinkguss-Kopie des Flensburger Löwen wurde 1874 auf private Initiative der Berliner Bankiers Wilhelm Conrad angefertigt.

Die von dem Restaurator Bernd Michael Helmich in über achtzig Einzelteilen zerlegte, restaurierte und innen mit einem Stahlskelett verstärkte Zinkguss-Plastik wurde nach rund fünfmonatigem Werkstattaufenthalt wieder auf den ebenfalls sanierten Sockel gestellt. Nach seinem Vorbild vor dem Zeughaus in Kopenhagen erhielt der Berliner Löwe einen neuen Schwanz.

Aber nicht nur das 130 Jahre alte Denkmal aus Zinkguss wurde restauriert. Auch die Platzfläche wurde durch einen neuen Belag aufgewertet. Acht historische Schinkel-Leuchten und zwei neue Strahler verhelfen dem Löwen auch bei Dunkelheit und weit über den Wannsee sichtbar zu besonderem Glanz. Eine mehrsprachige Informationstafel bereichert diesen beliebten Aussichtspunkt.

Die Restaurierungskosten von rund 122.000 € teilen sich die von-Hinckeldey-Stiftung Berlin, die Gartendenkmalpflege des Landesdenkmalamts und das Naturschutz- und Grünflächenamt des Bezirkes.

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Petra Rohland
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