Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

KOOPERATIONSVEREINBARUNG ZU NEUEN QUARTIERSVERFAHREN IN SPANDAU

Pressemitteilung vom 07.07.2005

Die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, und der Bezirksbürgermeister von Berlin-Spandau, Konrad Birkholz, haben heute eine Kooperationsvereinbarung zum Quartiersverfahren unterzeichnet. Damit wird erstmals im Bezirk Spandau Quartiersmanagement eingesetzt.

Die Kooperationsvereinbarung beschreibt die Aufgaben von Bezirksverwaltung und Senatsverwaltung, um den Prozess der Aufwertung und sozialen Stabilisierung in den betroffenen Gebieten in Gang zu setzen. Wesentlich ist dabei die finanzielle Anschubfinanzierung im Rahmen eines Interventions-, eines Integrations- und eines Bewohnerfonds in Höhe von insgesamt 324.000 € als „Startkapital“ für 2005. Mit den bereit gestellten Mitteln werden sowohl die Infrastruktur des Kiezes als auch das direkte private Wohnumfeld verbessert. So können Umwelt- und Kulturprojekte oder Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit verwirklicht werden. Das Wohnumfeld wird verbessert durch das Einrichten von Spiel- und Bewegungsflächen, die Entsieglung von Hofflächen oder die Neugestaltung von Hauseingangsbereichen.

Die neuen Kooperationsvereinbarungen – die mit allen betroffenen Bezirken in den nächsten Wochen geschlossen werden – sehen vor, dass zukünftig der Bezirk für die Durchführung der Maßnahmen vor Ort verantwortlich ist. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nimmt die gesamtstädtischen, strategischen, haushaltsrechtlichen und ministeriellen Aufgaben wahr. Daneben wird die Beauftragung der Stadtteilmanagementteams geregelt: Die neuen Quartiersteams werden dafür sorgen, dass die „starken Partner vor Ort“ – d.h. Wohnungsbaugesellschaften, Stadtteil- und Nachbarschaftszentren, Vereine, Kirchen, Schulen oder auch ortsansässigen Unternehmen – gemeinsam agieren.

Senatorin Junge-Reyer: „Die Tatsache, dass wir heute in Spandau die erste neue Kooperationsvereinbarung mit den Bezirken unterzeichnen, zeigt, dass die Belange der sozialen Stadtentwicklung trotz angespannter Haushaltslage im Fokus unseres politischen Handelns stehen. Wir investieren in die Zukunft der Quartiere. Es geht hier aber nicht vorrangig ums Geld, vielmehr soll durch eine ganzheitliche Vorgehensweise zur Quartiersentwicklung beigetragen werden. Die Politik – und auch ich ganz persönlich – vertraut bei diesem neuen Quartiersverfahren auf die Kraft und Kreativität der Menschen in den Kiezen. Die Bewohner wissen, was ihnen und ihrem Quartier gut tut. Durch Mitarbeit an Projekten vor der eigenen Haustür werden die Kiezbewohner sowohl direkt ihre Lebensqualität als auch ihr Selbstbewusstsein stärken “

Die Spandauer Vereinbarung bildet den Startschuss für drei Gebiete. Im Bezirk werden an der Heerstraße sowie einem westlichen und einem östlichen Teil des Falkenhagener Felds „Stadtteilmanagementverfahren Prävention“ eingeführt. Bei diesen Präventionsverfahren geht es vordringlich um die Unterstützung von Netzwerkbildungen zwischen den unterschiedlichen Akteuren und Bewohnern im Gebiet sowie um die Entwicklung und den Einsatz für Projekte der Integration, Bildung und Arbeit.

Für die Durchführung der Verfahren werden Quartiersbeauftragte eingesetzt wie sie bisher schon erfolgreich mit den Quartiersmanagementteams in den bestehenden 17 Berliner Quartiersmanagementgebieten wirken. Die Auswahl der Teams durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die jeweiligen Bezirke erfolgt im Laufe des Julis.

Der Senat hat Ende Mai 2005 beschlossen, das Quartiersmanagement in folgenden Gebieten fortzuführen:
· Zwei Gebiete werden vergrößert (Moabit West und Kottbusser Tor/Wassertorplatz)
· Ein QM-Gebiet kommt hinzu: Richardplatz Süd (Neukölln)

In fünf Gebieten werden „Stadtteilmanagementverfahren Intervention“ eingerichtet:
· Mariannenplatz (Bezirk Friedrichshain – Kreuzberg)
· Werner-Düttmann-Siedlung (Bezirk Friedrichshain – Kreuzberg)
· Körnerpark (Bezirk Neukölln)
· Brunnenviertel (Bezirk Mitte)
· Ackerstraße (Bezirk Mitte)

In zehn Gebieten werden Stadtteilmanagementverfahren Prävention eingerichtet (davon drei in Spandau):
· Falkenhagener Feld – West (Bezirk Spandau)
· Falkenhagener Feld – Ost (Bezirk Spandau)
· Heerstraße (Bezirk Spandau)
· Dammwegsiedlung/Weiße Siedlung (Bezirk Neukölln)
· Lipschitzallee/Gropiusstadt (Bezirk Neukölln)
· Flughafenstraße (Bezirk Neukölln)
· Mehringplatz (Bezirk Friedrichshain – Kreuzberg)
· Wassertorplatz (Bezirk Friedrichshain – Kreuzberg)
· Mehrower Allee (Bezirk Marzahn-Hellersdorf)
· Hellersdorfer Promenade (Bezirk Marzahn-Hellersdorf)

Zwei bestehende QM-Gebiete werden in sog. bewohnergetragene Verfahren entlassen:
· Helmholtzplatz und Falkplatz (beide Pankow-Prenzlauer Berg)

Siehe auch www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/quartiersmanagement/ und www.quartiersmanagement-berlin.de

Rückfragen:
Manuela Damianakis
Telefon: 9012-5800
E-Mail: Manuela.Damianakis@senstadt.verwalt-berlin.de