UMBAU DER STRAßE UNTER DEN LINDEN ZWISCHEN UNIVERSITÄTSSTRAßE UND HINTER DEM GIEßHAUS

Pressemitteilung vom 30.03.2005

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit:

Im Zuge des Gesamtbauvorhabens der Straße Unter den Linden werden am 4. April 2005 nach der Profilierung der Mittelpromenade und dem Umbau des Pariser Platzes die Fahrbahnen und Gehwege im Bereich des Forum Fridericianum zwischen Universitätsstraße und Hinter dem Gießhaus in Stand gesetzt und neu gestaltet.

Die Querschnittsaufteilung der Straße wird sich zu Gunsten breiterer Gehwege verändern. Damit beträgt die zukünftige Fahrbahnbreite im Bereich westlich der Universitätsstraße je Richtungsfahrbahn 11,15 m und reduziert sich in Richtung Osten (ab Reiterstandbild Friedrich II.) von einer Breite von bisher durchgehend 13,00 m auf jeweils 9,25 m. Es ergibt sich dadurch eine Verbreiterung des nördlichen und südlichen Gehweges zwischen 2,85 m und 11,00 m.

Die Oberfläche der Gehwege wird unter Berücksichtigung der historischen Bedeutung des Straßenzuges Unter den Linden und dem „vornehmsten öffentlichen Raum der Stadt“, dem Forum Fridericianum, gestaltet. Die Pflasterung der Gehwege erfolgt in Anlehnung an die Befestigung des Pariser Platzes, im Ober- und Unterstreifen mit Bernburger Mosaiksteinpflaster. Die Plattenbahnen erhalten einen Belag aus grauem Schlesischem Granit.

Im Verlauf der Baumaßnahme sind umfangreiche Leistungen des Leitungsbaus durchzuführen. Das betrifft u.a. Neubau- , Sanierungs- und Abbrucharbeiten der Berliner Wasserbetriebe am Kanal- und Trinkwassernetz, Arbeiten der GASAG, der BEWAG-Elt., der Telekom sowie anderer Telekommunikationsanbieter.
Des Weiteren erhält die Straße Unter den Linden im Abschnitt zwischen Universitäts- straße und Hinter dem Gießhaus neben einer neuen Lichtsignalanlage in Höhe Deutsche Staatsoper auch eine neue öffentliche Beleuchtungsanlage. Die bisherigen parabolischen Beleuchtungsmaste werden durch Schuppmannkandelaber ersetzt.

Der Bauzeitraum erstreckt sich vom 4. April 2005 bis 31. Mai 2006 und ist somit vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2006 abgeschlossen.
Das Bauvorhaben wird in 2 Bauphasen durchgeführt. Von April bis September 2005 wird der Fahrzeugverkehr auf der Nord- und Südseite am Baubereich in der Straßenmitte vorbeigeführt. Parallel dazu finden Arbeiten am nördlichen und südlichen Gehweg statt. Die Verkehrsumstellung erfolgt am 04.04.2005, die Aufbrucharbeiten im mittleren Straßenbereich und im südlichen Gehweg beginnen am 05.04.2005.

In der zweiten Bauphase, von September 2005 bis Mai 2006, wird der Fahrzeugverkehr dann im mittleren Straßenbereich geführt, wobei weiterhin Arbeiten parallel am nördlichen und südlichen Gehweg stattfinden.
Für die gesamte Dauer der Baumaßnahme sind jeweils 2 Fahrspuren pro Richtungsfahrbahn für den Fahrzeugverkehr in einer Breite von jeweils 6,50 m nutzbar. Für Radfahrer werden angrenzend in beiden Richtungen 1,60 m Radweg markiert. Fußgängern stehen durchgängig sowohl nördlich als auch südlich 3,00 m Gehwegmindestbreite zur Verfügung. Zusätzlich können Fußgänger während der Baumaßnahme die Fahrbahn in Höhe Reiterstandbild Friedrich II. sowie in Höhe Kronprinzenpalais an zwei mit Ampeln versehenen provisorischen Überwegen queren.

Die Bushaltestelle vor der Humboldt Universität verbleibt an ihrem Standort und wird nur der jeweiligen Bauphase angepasst. Auf der Südseite wird die Haltestelle außerhalb des Baufeldes vor das Kronprinzenpalais verlegt, wodurch den Fahrgästen ein gefahrloses Überqueren des Fahrbahnbereiches ermöglicht wird.

Im Vorfeld wurden alle durch die Baumaßnahme betroffenen Anlieger, wie unter anderem die Humboldt Universität, Deutsche Staatsoper, Deutsches Historisches Museum und das Opernpalais über die geplanten Bauarbeiten und den Bauablauf ausführlich informiert. Die vorgesehene Verkehrsführung wurde mit der VLB , der BVG und der Taxiinnung abgestimmt.
Die Veranstaltungen Berlin Marathon und Internationales Deutsches Turnfest werden im Bauablauf berücksichtigt.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf ca. 3 Mio. €. Davon entfallen ca. 2 Mio. € auf die Leistungen des Straßenbaues, die zu 2/3 vom Land Berlin und zu 1/3 durch die Entwicklungsmaßnahme Hauptstadt Berlin finanziert werden.

Rückfragen:
Manuela Damianakis
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