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Karin Schubert spricht auf internationaler Frauenkonferenz: Gleichstellung von Frauen in der Berliner Justiz fast am Ziel

Pressemitteilung vom 08.09.2005

Die Senatsverwaltung für Justiz teilt mit:

Anlässlich der internationalen Jahreskonferenz der European Women´s Management Development International Network (EWMD), beleuchtete Berlins Bürgermeisterin und Justizsenatorin Karin Schubert am heutigen Donnerstag Aspekte der Frauenförderung in der Berliner Justiz.

Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern, so die Justizsenatorin, sei in ihrem Ressort nahezu erreicht: Weit überwiegend (67,6%) ist der Anteil weiblicher Beschäftigter bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften; unter den Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten ist mit einer Frauenquote von 43% die Gleichstellung fast erreicht. Neben dem Kammergericht stehen das Sozialgericht Berlin, die Amtsanwaltschaft Berlin und sechs der zwölf Berliner Amtsgerichte unter weiblicher Leitung. Nur noch leicht un-terrepräsentiert (41,9%) sind Frauen in dem traditionell eher männlich besetzten Bereich des Justizvollzugs.

Die Frauenförderung insbesondere durch „Gender Mainstreaming“ ist seit dem Beschluss des Berliner Senats vom 14. Mai 2002 zu einem Leitprinzip in der Berliner Politik und Verwaltung und damit auch in der Personalpolitik der Berliner Justiz geworden. Seinen Ursprung hat „Gender Mainstreaming“ in der internationalen Frauenbewegung. Mittlerweile eine Vorgabe der EU, beschreibt der Begriff das Vorgehen, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben, also auch bei jedem Verwaltungshandeln und jedem beabsichtigten Gesetz die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern zu berücksichtigen, um so eine tat-sächliche Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zu erreichen. Seit März 2003 arbeitet die Landeskommission „Gender Mainstreaming“ daran, die flächendeckende Einführung von „Gender Mainstreaming“ in der Berliner Landesverwaltung zu steuern. Von Beginn an war die Senatsverwaltung für Justiz mit zwei Pilotprojekten zum Personaleinsatz in der JVA Düppel sowie in der Jugendarrestastalt involviert. Zielvorgabe ist es, das Prinzip „Gender Mainstrea-ming“ ab dem 1. April 2006 in allen Bezirks- und Senatsverwaltungen einzuführen.

“Mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es eine unglaubliche Verschwendung von Potenzial ist, wenn Frauen aus dem Erwerbsleben und insbesondere aus den Führungspositionen ferngehalten werden. Sei es direkt oder indirekt, weil die Positionen so ausgestaltet sind, dass es Frauen unmöglich gemacht wird, Karriere und Familie miteinander zu verbinden. Umso wichtiger ist Ihr Einsatz für die Gleichstellung von Frauen im Beruf und insbesondere in Führungspositionen”, würdigte die Bürgermeisterin und Justizsenatorin Schubert das Engagement der EWMD anlässlich der Jahrestagung.

Information:
EWMD ist ein internationales Netzwerk von Einzelmitgliedern, Firmen, Institutionen und Organisationen aus den Bereichen Erziehung, Politik und Wirtschaft, die sich mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, die Qualität des Managements in Bezug auf Menschen, Kinder, Alter und kulturelle Vielfalt zu verbessern, um so das Arbeits- und Privatleben von Frauen, Männern und Familien ausgeglichener zu gestalten. Jährlicher Höhepunkt ist die in diesem Jahr in Berlin stattfindende internationale Konferenz.

Rückfragen:
Dr. Juliane Baer-Henney
Telefon: 030/9013-3633
E-Mail: pressestelle@senjust.verwalt-berlin.de