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Berlin und Brandenburg gemeinsam gegen Kriminalität - Innensenator und Innenminister starten Gemeinsame Ermittlungsgruppe

Pressemitteilung vom 09.03.2005

Die Senatsverwaltung für Inneres teilt mit:

Berlin und Brandenburg verstärken ihre gemeinsamen Aktivitäten gegen länderübergreifend handelnde Straftäter. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten am Mittwoch Innenminister Jörg Schönbohm und Innensenator Dr. Ehrhart Körting die Gemeinsame Ermittlungsgruppe „GEG Berlin-Brandenburg“ vor, die am 1. Februar 2005 ihre Arbeit aufgenommen hat.

Innenminister Schönbohm und Innensenator Dr. Körting: „Straftäter machen an Ländergrenzen nicht halt. Brandenburger Straftäter begehen Straftaten in Berlin und Berliner Straftäter begehen Straftaten in Brandenburg. Beide Bundesländer bilden einen gemeinsamen kriminalgeografischen Raum.“

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe wird zunächst für die Bekämpfung von Einbrüchen in Wohn-, Geschäfts- und Fabrikationsräumen zuständig sein, soweit die Täter serien- und bandenmäßig sowie länderübergreifend vorgehen.

Im Jahr 2004 wurden insgesamt 6.188 Tatverdächtige mit Berliner Wohnsitz im Land Brandenburg polizeilich registriert. Davon begingen 4.623, also 74,7 %, ihre Straftaten in den Brandenburger Gemeinden des engeren Verflechtungsraumes. Bei den Delikten handelt es sich in 32,8 % der Fälle um Diebstahlsdelikte, in 23,1 % der Fälle um Vermögens- und Fälschungsdelikte, in 19,1 % der Fälle um Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Zum Bereich des engeren Verflechtungsraumes gehören Berlin, Potsdam und weitere 62 Brandenburger Gemeinden.

Innenminister Schönbohm und Innensenator Dr. Körting: „Die gemeinsame Kriminalitätsbekämpfung durch Berliner und Brandenburger Beamte hat bereits in den vergangenen Jahren zu guten Ergebnissen geführt. Bereits im August 2001 hatten wir die Gemeinsame Ermittlungsgruppe „Banjug“ als befristete „Besondere Aufbauorganisation“ (BAO)gebildet. Diese bekämpfte ex- jugoslawische Banden im Bereich des Einbruchs in Einfamilienhäuser. An die dabei gemachten guten Erfahrungen in der gemeinsamen Zusammenarbeit wollen wir anknüpfen.“

Die GEG Berlin-Brandenburg ist im Gegensatz zu „Banjug“ auf Dauer angelegt. Der Zuständigkeitsbereich der Ermittlungsgruppe ist nicht mehr auf bestimmte Delikte beschränkt, sondern erstreckt sich auf den gesamten Bereich der länderübergreifenden Eigentumskriminalität. Sitz der GEG ist Potsdam. Der Ermittlungsgruppe gehören jeweils sieben erfahrene Brandenburger und Berliner Kriminalbeamte an.

Innenminister Schönbohm und Innensenator Dr. Körting: „Auch auf aktuelle Entwicklungen im länderübergreifenden Kriminalitätsgeschehen können wir mit der Ermittlungsgruppe flexibel reagieren. Entstehen neue Kriminalitätsschwerpunkte, so kann in Abstimmung der Berliner und Brandenburger Polizeibehörden die Zuständigkeit auf die GEG übertragen werden.“

Rückfragen:
Martin Steltner
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