Neue Zentrale Fachstelle Sucht bündelt und stärkt Suchtprävention in Berlin

Pressemitteilung vom 14.12.2005

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Zu einer zeitgemäßen Drogenpolitik gehört die Prävention als eine tragende Säule. Nur mit Hilfe von Prävention ist es möglich, Missbrauch und Abhängigkeit von legalen und illegalen Drogen dauerhaft und erfolgreich zu senken. Die Entwicklung der Suchtprävention steckt allenthalben noch in den Anfängen und wurde bislang von der Praxis geleitet. Mit der Zentralen Fachstelle zur Suchtprävention, die heute von der Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner in Berlin eröffnet wird, erreicht Berlin in der Suchtprävention eine neue Qualität. Nun können die präventiven Ressourcen der Stadt vernetzt und das fachliche Know-how zusammengeführt werden.

Die Fachstelle arbeitet ganzheitlich, über Ressorts und Zuständigkeiten hinweg. Sie bietet und bündelt Informationen, Service und Expertenwissen. Träger der Fachstelle ist pad e.V., ein Verein, der 15 Jahre lange Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Pädagogen hat und sich aktiv für Suchtprävention einsetzt. Die 6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle betreuen verantwortlich jeweils zwei Bezirke der Stadt. Die Fachstelle will ein Netzwerk schaffen, um Eltern und Pädagogen zu unterstützen und die Verbreitung und den Konsum von Drogen durch vorbeugendes Handeln wirksam zurückzudrängen.

Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner verweist darauf, dass allein Informationen und Aufklärung über die furchtbaren Folgen von Drogenkonsum nicht ausreichten, um Kinder und Jugendliche von legalen und illegalen Drogen fernzuhalten. Das habe die Vergangenheit bewiesen. „Wir haben daher unsere Drogenpolitik neu ausgerichtet und setzen verstärkt auf frühzeitiges Eingreifen. Gerade beim Konsum von Tabak und Alkohol spielen bei Jugendlichen vorbeugende Maßnahmen und eine wirksame Frühintervention eine entscheidende Rolle, denn diese legalen Drogen legen im jugendlichen Alter die Grundlagen für Drogenmissbrauch. Wir wollen verstärkt über vorbeugende Maßnahmen Kinder und Jugendliche und deren Umfeld befähigen, mit den Risiken durch den Konsum von Tabak, Alkohol, Cannabis und anderen Drogen umgehen zu können, um den zunehmenden Drogenkonsum endlich einzudämmen. Dazu wird Suchtprävention in Schule und Familie, in den Stadtteil, in die Jugendhilfe und in die Öffentlichkeit getragen werden. Eine erfolgreiche Arbeit der Zentralen Fachstelle wird die Wirkung von Suchtprävention deutlich verbessern,“ so die Senatorin.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 90282743
E-Mail: pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de