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Senatorin Dr. Knake-Werner: Aids-Prävention wieder in den Fokus rücken!

Pressemitteilung vom 25.11.2005

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Morgen werden anlässlich des bevorstehenden Welt-Aids-Tages wieder „Rote Schleifen für Berlin“ verteilt und Gelder gesammelt. Um 12.00 Uhr eröffnet Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner die Sammelaktion der Berliner Aids-Hilfe e.V. und wirbt in den Potsdamer Platz Arkaden für Solidarität mit Betroffenen von HIV und Aids.

Die Roten Schleifen zeugen auch in diesem Jahr überall in der Welt davon, dass die Krankheit Aids trotz aller medizinischen Fortschritte noch längst nicht besiegt ist. Über 40 Mio. Menschen sind inzwischen weltweit mit dem tödlichen HI-Virus infiziert. In Deutschland lebten Ende 2004 rund 44.000 Menschen mit HIV und Aids – das sind etwa 1.000 mehr als ein Jahr zuvor. In Berlin sind nach Schätzungen etwa 8.200 Menschen mit HIV infiziert. Mitte dieses Jahres waren hier 5.139 Aids-Fälle diagnostiziert (4.564 Männer und 575 Frauen), von denen seit Ausbruch der Epidemie bereits 3.124 Menschen in Berlin gestorben sind.

Das Motto dieses Welt-Aids-Tages ‚Gemeinsam gegen Aids: Wir übernehmen Verantwortung – für uns selbst und andere’ verweist nach Auffassung der Senatorin Dr. Heidi Knake-Werner auf den entscheidenden Punkt: „Die Politik initiiert und unterstützt auch künftig geeignete Präventionskampagnen zur Bekämpfung von HIV und Aids und fördert Projekte, aber wir müssen wieder verstärkt an die persönliche Eigenverantwortung des Einzelnen appellieren. Nach wie vor ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit der eigenen Sexualität der beste Schutz gegen Aids. Dies ist überlebenswichtig vor allem in der Gruppe der Männer, die mit Männern Sex haben. In dieser Gruppe hat sich zum Teil eine gefährliche Nachlässigkeit bezüglich des Schutzverhaltens ausgebreitet, die die Zahl der HIV-Neuinfektionen in dieser Gruppe alarmierend ansteigen ließ.

Wurden im Durchschnitt in den letzten zehn Jahren etwa 275 Erstdiagnosen HIV gestellt, so waren es allein im vergangenen Jahr 339 Erstdiagnosen, vor allem bei Männern. Die meisten verdrängen bewusst, dass Aids-Medikamente zwar lebensverlängernd wirken, die Krankheit jedoch in letzter Konsequenz immer noch tödlich verläuft.

Wir haben in den letzten Jahren in Berlin keine Haushaltskürzungen im Aids-Bereich zugelassen. Aids bleibt eine tödliche gesundheitliche Bedrohung, auch bei uns. Daher brauchen wir wieder mehr Prävention. Jeder kann und muss verantwortlich handeln und auf diese Weise seinen Beitrag zur Bekämpfung von HIV und Aids leisten,“ so die Senatorin.

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