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Mehr Arbeitsschutz durch abgestimmte Kontrolle und Beratung - Berufsgenossenschaften und Berliner Senatsverwaltung kooperieren künftig

Pressemitteilung vom 16.11.2005

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz hat zum 1. Dezember 2005 mit dem Landesverband Nordostdeutschland der gewerblichen Berufsgenossenschaften eine Intensivierung der Zusammenarbeit beschlossen. Damit wird ein bedeutsamer Schritt zu mehr Sicherheit und Gesundheit für Beschäftigte gegangen. Durch eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Berufsgenossenschaften und der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz sollen Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten in den Berliner Betrieben und Verwaltungen weiter verbessert werden. Eine entsprechende Vereinbarung wird heute um 17.00 Uhr vom Berliner Senat und dem Landesverband Nordostdeutschland der gewerblichen Berufsgenossenschaften (LVBG) unterzeichnet.

Wesentlicher Inhalt der von Staatssekretär Dr. Hermann Schulte-Sasse, dem LVBG-Vorstandsvorsitzenden Eberhard Gustke sowie LVBG-Geschäftsführer Harald Nolting unterzeichneten Vereinbarung ist die bessere Koordinierung der Beratungs- und Betreuungsangebote von Unfallversicherungsträgern mit den Überwachungsmaßnahmen der staatlichen Arbeitsschutzbehörde. „Eine engere Kooperation der staatlichen Arbeitsschutzverwaltung mit den auf dem Gebiet der Prävention tätigen Berufsgenosschaften ist ein wesentlicher erster Schritt für eine abgestimmte gemeinsame zukunftsorientierte Arbeitschutzstrategie zum Nutzen der Beschäftigten und Arbeitgeber“, erläutert Staatssekretär Dr. Schulte-Sasse. „Für die Berufsgenossenschaften hat die praxisnahe Prävention in den Betrieben entscheidende Bedeutung. Wir freuen uns, dass diese nun durch eine intensive Koordination mit dem Berliner Senat weiter optimiert wird. So können beide Seiten ihre Partnerschaft mit der Wirtschaft ausbauen“, betont LVBG-Geschäftsführer Nolting.

Berufsgenossenschaften und Senat wollen zukünftig den Erfahrungsaustausch erleichtern und dies durch die Teilnahme an Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen des jeweils anderen Trägers unmittelbar fördern. In der Prävention planen Berufsgenossenschaften und Senatsverwaltung unter anderem, ihre Aufklärungsarbeit und Aktivitäten abzustimmen. So soll auch der Entstehung von Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren noch wirksamer entgegengewirkt werden. „Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einer engeren Koordinierung der Beteiligten im dualen System des Arbeitsschutzes in Deutschland“, kommentiert Dr. Walter Eichendorf, stv. Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG), die Vereinbarung. „Wir begrüßen das sehr. Die Betriebe können sich ab sofort auf eine abgestimmte Vorgehensweise von Land und Berufsgenossenschaften verlassen, Doppelüberwachung können wir zukünftig ausschließen.“

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