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Senatorin Knake-Werner: Frühe Intervention hilft bei Suchtbekämpfung

Pressemitteilung vom 14.11.2005

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Heute um 14.00 Uhr eröffnet die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner im Rathaus Schöneberg die dreitägige Fachkonferenz der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Die Hauptstelle will mit der Fachkonferenz SUCHT 2005 die Aufmerksamkeit auf den Bereich „Früherkennung und Frühintervention“ lenken, der in der Drogenhilfe zunehmend an Bedeutung gewinnt.

„Die Tagung will die unterschiedlichen Ansätze sowie Erfolge und Grenzen von Früherkennung und Frühintervention bei auffälligem Suchtverhalten diskutieren,“ erläutert Senatorin Dr. Heidi Knake-Werner in ihrem Grußwort zur Tagung. „Ein schädlicher Konsum von Suchtmitteln ist nicht nur für die körperliche und psychische Gesundheit riskant, sondern auch für die psychosoziale Entwicklung, insbesondere bei Jugendlichen. Eine frühe Intervention setzt aber das frühe Erkennen eines solchen Problems voraus. Um für die möglichen Risiken und das Abschätzen der Folgen beim Konsum von Alkohol und Drogen sensibilisiert zu sein, braucht es Zeit und Erfahrung. Hier setzen Prävention und Frühintervention an.

In Berlin bauen wir gerade ein Netzwerk zur Frühintervention auf. Bestandteil dieses Netzwerkes ist das Konzept der Motivationskurse zu `FReD`, einem Modellprojekt zur Frühintervention bei polizeilich erstauffälligen Drogenkonsumenten auf Bundesebene. Bundesmodellprojekte sind ein gutes Instrument, um neue Konzepte auszuprobieren. Auch in Berlin hat es wichtige Impulse geliefert für die Machbarkeit und Effektivität von früher Intervention. Nach Beendigung des Projekts wurde es in Berlin weitergeführt und für Jugendliche und junge Erwachsene aus der Jugendhilfe und der Schule geöffnet.

Wenn Jugendhilfe und Drogenhilfe ihre Kompetenzen nutzen lernen, kann sich daraus ein wichtiger Synergieeffekt entwickeln und hilfreich dabei sein, Netzwerke zu knüpfen.
Gerade ein Netzwerk zwischen Jugend- und Drogenhilfe brauchen wir dringend. Nicht zuletzt deshalb haben wir in Berlin die Suchtprävention neu aufgestellt, eine zentrale Fachstelle geschaffen, damit die Vernetzung zwischen Land und Kommunen besser gelingt und Schule, Jugendhilfe und Drogenhilfe intensiver zusammenarbeiten. Die Fachtagung wird hier Impulse geben und neue Konzepte entwickeln helfen, damit wir im Kampf gegen den Missbrauch von Alkohol und Drogen weiterkommen,“ so Senatorin Dr. Heidi Knake-Werner.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
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