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Arbeitsschutzbericht zeigt: Anzahl der tödlichen Unfälle in Berlin stagniert

Pressemitteilung vom 10.11.2005

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle bei der Arbeit in der Hauptstadt ist in den letzten fünf Jahren stark zurück gegangen. Dies geht aus dem neuen Arbeitsschutzbericht für Berlin hervor, der jetzt veröffentlicht wurde. Waren im Jahr 2000 noch 30 von Tausend Berliner Beschäftigten von Arbeitsunfällen betroffen, so waren es 2004 nur noch 22. Die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner weist darauf hin, dass Berlin damit im Vergleich aller Bundesländer die wenigsten Arbeitsunfälle zu verzeichnen hat. Der Bundesdurchschnitt lag 2004 bei 30 meldepflichtigen Unfällen.

Zu den tödlichen Arbeitsunfällen: In Berlin schwankte die Zahl in den letzten 5 Jahren zwischen 7 und 13 tödlich verlaufenden Unfällen pro Jahr. Damit verunglückten in Berlin weniger Menschen während der Arbeit tödlich als im Bundesdurchschnitt. Allerdings sind im laufenden Jahr 2005 schon jetzt 9 Todesfälle bei der Arbeit in Berlin zu beklagen. Mehr als die Hälfte der tödlichen Unfälle ereignete sich auf Baustellen, wie aus dem Bericht hervorgeht. Jeder zweite tödlich verlaufende Arbeitsunfall war ein Absturz, jeder siebente wurde jeweils ausgelöst durch herab fallende Gegenstände oder Stromschlag.

Vor diesem Hintergrund haben sich die Aktivitäten der Berliner Arbeitsschutzverwaltung im vergangenen Jahr in Verbindung mit der EU-Baustellenkampagne auf die Baustellensicherheit konzentriert. Überprüfungen auf Baustellen zeigten gravierende Mängel bei der Planung und Organisation des Arbeitsschutzes auf. So wurden unsichere technische Arbeitsmittel, z.B. Gerüste und Handwerkzeuge, vorgefunden.
Hohes Gefährdungspotential bestand besonders häufig dann, wenn mehrere Firmen bestimmte Einrichtungen gemeinsam nutzten, wie z.B. Einrichtungen zur Sicherung gegen Abstürze und Verkehrswege. Hier bleibt zu bemängeln, dass es zu wenig Abstimmung und Koordination zwischen den Gewerken gab.

Der Rückblick auf das zurückliegende Jahr verdeutlicht einmal mehr, dass die Eigenverantwortung der Unternehmer häufig nicht ausgeprägt genug ist, um die Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Deshalb bleibt trotz der positiven Entwicklung bei den Unfallzahlen in Berlin auch zukünftig von entscheidender Bedeutung, die Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit staatlicherseits zu überprüfen und durchzusetzten.

Der Arbeitsschutzbericht ist abrufbar unter: [[/sengsv/arbeitsschutz/index.html|http://www.berlin.de/sengsv/arbeitsschutz/index.html]]

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
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