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Terminankündigung: Stiftungsvorsitzender von SYNANON wird ausgezeichnet

Pressemitteilung vom 19.09.2005

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Ohne seinen leidenschaftlichen Einsatz für SYNANON würde es die einzigartige Berliner Drogenselbsthilfeeinrichtung wohl nicht mehr geben. Grund genug, Uwe Schriever mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zu ehren. Die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner überreicht dem Kuratoriumsvorsitzenden und Vorsitzenden der Stiftung SYNANON am Mittwoch im SYNANON-Haus in der Bernburger Straße die hohe Auszeichnung.

Schon über 25 Jahre lang engagiert sich Uwe Schriever für die SYNANON-Gemeinschaft. 1976 – fünf Jahre nach der Gründung von SYNANON – hat der Berliner Unternehmer dem Zweckbetrieb „Umzüge“ innerhalb von SYNANON auf die Beine geholfen. Viele andere Betriebe sind inzwischen dazugekommen, in denen die Bewohnerinnen und Bewohner arbeiten und ausgebildet werden. Seit die Einrichtung 1996 in wirtschaftliche Nöte geriet, lenkt Uwe Schriever die Geschicke der Gemeinschaft. Ihm ist es zu danken, dass SYNANON heute 60 % des eigenen Bedarfs aus eigener Kraft erwirtschaften kann.

Senatorin Dr. Knake-Werner würdigt das außergewöhnliche Engagement von Uwe Schriever für die Drogenhilfeeinrichtung. „Mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen trug er maßgeblich zu dem bei, was SYNANON heute ist: Eine selbstbewusste und stabile Suchtselbsthilfe, die weitgehend aus eigener Kraft das bietet, was ein süchtiger Mensch auf seinem Weg zu einem nüchternen und zufriedenem Leben braucht. Neben der gesundheitlichen Stabilisierung gehört dazu auch eine beruflichen Qualifizierung und eine oftmals nötig gewordene Entschuldung.

Dank Uwe Schriever hat sich Synanon zu einer Suchtselbsthilfeeinrichtung entwickelt, die bundesweit große Akzeptanz genießt. Jährlich wird hier rund 150 Süchtigen – heute zumeist junge Menschen – die Chance eröffnet, sich eine drogenfreie Lebensperspektive aufzubauen. Uwe Schriever hat weder persönliches, noch wirtschaftliches Risiko gescheut, sich für die Hilfesuchenden einzusetzen und ihnen mit SYNANON eine zeitweilige Heimstätte zu geben. Berlin ist ihm zu großem Dank verpflichtet,“ so die Senatorin.

Die Ordensverleihung findet statt: Mittwoch, 21. September, um 12.00 Uhr im SYNANON-Haus in der Bernburger Straße 10 in 10963 Berlin.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
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