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Gesundheitssenatorin und Kassenärztechefin fordern Berliner zum Impfen auf – KV Berlin startet Impfaktion

Pressemitteilung vom 14.09.2005

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner und Berlins Kassenärztechefin Angelika Prehn haben zu Beginn der Grippe-Impfsaison an die Berlinerinnen und Berliner appelliert, ihren Impfschutz überprüfen und vervollständigen zu lassen. Nur etwa jeder zweite Erwachsene im erwerbsfähigen Alter habe einen ausreichenden Impfschutz, bei den Senioren sei dies sogar nur jeder Dritte, betonten sie am Mittwoch zum Auftakt einer Impfaktion der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin. Notwendige Auffrischimpfungen wie Tetanus und Diphtherie würden häufig vergessen. Aber auch das Angebot der jährlichen Grippeschutzimpfung werde viel zu wenig genutzt.

Wesentlich bessere Ergebnisse weisen dagegen die Berliner Kinder auf. „Bei den Erstklässlern betragen die Impfraten über 90 Prozent. Damit liegen wir im bundesweiten Vergleich auf einem Spitzenplatz. Dies soll so bleiben und auch noch weiter verbessert werden“, sagte der Sprecher des Berliner Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Ulrich Fegeler.

Um den Impfschutz der Kinder und Erwachsenen weiter zu verbessern, startet die KV Berlin eine Impfaktion. „Mit Plakaten, Impfkärtchen und Flyern wollen wir die Patienten in den Arztpraxen und bei Informationsveranstaltungen an wichtige Schutzimpfungen erinnern und eventuelle Bedenken und Einwände abbauen“, erläuterte KV-Vorsitzende Dr. Prehn. So wird es beim Tag der ambulanten Medizin am 12. November im Haus der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin auch eine Impfberatung für Patienten geben.

Auch die Ärzte erhalten von der KV Informationsmaterialien und Hinweise, wie sie die Impfraten ihrer Patienten verbessern könnten. „Die Mehrheit der Bevölkerung ist weder ablehnend noch skeptisch gegenüber Impfungen eingestellt. Viele Leute wissen einfach nicht, wann die nächste Impfung notwendig ist. Und wenn sie es wissen, wird es häufig vergessen.“ Die Ärzte seien deshalb aufgefordert, ihre Patienten aktiv anzusprechen und die Impfbücher regelmäßig zu kontrollieren. Für das nächste Jahrsind außerdem Schulungs- und Informationsveranstaltungen für Hebammen und werdende Eltern geplant.

Gesundheitssenatorin Dr. Knake-Werner ließ sich zum Auftakt der Impfaktion von der KV-Vorsitzenden und Hausärztin Dr. Prehn gegen Grippe impfen. „Ich will mit gutem Beispiel vorangehen und hoffe, dass sich in den kommenden Wochen und Monaten noch viele Berlinerinnen und Berliner gegen Grippe impfen lassen. Impfschutz gehört zu den wirksamsten Maßnahmen der Gesundheitsprophylaxe. Das betrifft die Influenza ebenso wie viele andere Krankheiten, gegen die es zuverlässigen Impfschutz gibt. Ich danke der Berliner KV für ihre Impf-Kampagne, die dazu beiträgt, Impfmüdigkeit zu vertreiben und den Impfschutz gerade bei den Erwachsenen weiter zu verbessern. Wer hier auf dem von den Ärzten empfohlenen Stand bleibt, fördert nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern verhindert auch die Ausbreitung von Infektionskrankheiten”, betonte die Senatorin.

In Deutschland sterben jedes Jahr 5.000 bis 8.000 Menschen an den Folgen einer Influenza. Trotzdem lassen sich nach einer Befragung des Robert Koch-Instituts (RKI) nur etwa ein Drittel der Personen impfen, die sich aus Alters-, Gesundheits- oder beruflichen Gründen schützen sollten. Die Ständige Impfkommission des RKI empfiehlt die Grippeschutzimpfung allen über 60-Jährigen, chronisch Kranken und Personen, die beruflich viel Kontakt zu anderen Menschen haben (z.B. Busfahrer, Lehrer, Arzthelferinnen). Für diese Gruppen werden die Kosten der Impfung auch von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Günstiger Zeitpunkt für die Impfung sind die Monate September bis November. Nach ein bis zwei Wochen ist der Impfschutz aufgebaut.

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