Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Berliner Landesgesundheitskonferenz: Gemeinsam für bessere Präventionsarbeit in Berlin

Pressemitteilung vom 12.09.2005

Die Senatsverwaltung für Gesudheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Berliner Landesgesundheitskonferenz hat auf ihrer heutigen Tagung unter Leitung der Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner mit dem Beschluss über ihre Geschäftsordnung die Regeln für ihre künftige gemeinsame Arbeit festgelegt. In der Landesgesundheitskonferenz sind zahlreiche Organisationen vertreten, die selbst Projekte im Gesundheitsbereich durchführen oder darin Verantwortung tragen. Das sind Berliner Leistungserbringer, Sozialleistungsträger, Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, Institutionen der Wirtschaft und der Arbeitnehmer, die Selbsthilfe, Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge und des Patientenschutzes, Institutionen der Wissenschaft sowie die politische Senats- und Bezirksebene. Alle Mitglieder streben an, die gesundheitlichen Lebensbedingungen und die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung in Berlin weiter zu verbessern und verpflichten sich, ihre Expertise und ihre Kompetenz gemeinsam in den Dienst dieses Ziels zu stellen.

Im ersten und öffentlichen Teil der heutigen Landesgesundheitskonferenz wurden der breiten Fachöffentlichkeit die in den vorbereitenden Arbeitsgruppen ‘Prävention bei Kindern und Jugendlichen’, ‘Migration und Gesundheit’ sowie ‘Gesundheitsziele und
-monitoring, Qualitätssicherung und Evaluation’ ausgearbeiteten Empfehlungen vorgestellt und diskutiert. Im zweiten, nichtöffentlichen Teil der Konferenz, an dem die 17 ständigen Mitglieder teilnahmen, wurde über Beschlussempfehlungen der Arbeitsgruppen abgestimmt.

Folgende Beschlüsse wurden unter anderem gefasst:

1. Bis zur nächsten Landesgesundheitskonferenz sollen konkrete Gesundheitsziele für Berlin ausgearbeitet und der Landesgesundheitskonferenz zur Orientierung der zukünftigen Arbeit zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Grundlage dafür sind Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, der Gesellschaft für Versicherungswissenschaften und -gestaltung e.V. sowie bereits vorhandene Gesundheitsziele auf Landesebene.

2. Für die Landesgesundheitskonferenz soll eine Übersicht über alle in Berlin bereits bestehenden Projekte zur Unterstützung von Sprachentwicklung und Motorik in den Berliner Kindertagesstätten erstellt werden. Dabei geht es darum, insbesondere die Wirksamkeit und die Umsetzbarkeit einzelner Maßnahmen für Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen zu bewerten und daraus einen Vorschlag für ein konkretes Projekt zur Förderung der Sprachentwicklung für die Altersgruppe der 3 – 6 jährigen zu entwickeln.

3. Bis zur nächsten Landesgesundheitskonferenz sollen Vorschläge zu einer migrationsrelevanten Datenerhebung und Berichterstattung sowie ein Konzept zur Institutionalisierung und Finanzierung von Sprach- und Kulturmittlung vorgelegt werden.

Zum Abschluss der Tagung erklärt die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner: “Mit diesen Beschlüssen hat die Landesgesundheitskonferenz eine solide Grundlage gelegt, um zukünftig koordiniert und in gemeinsamer Anstrengung Wirksamkeit und Reichweite von gesundheitsfördernden und präventiven Projekten zu verbessern. Sie wird sich darüber hinaus zukünftig aber auch mit anderen gesundheitspolitisch relevanten Themen befassen. Dabei wird es auch um die verbesserte Versorgung und Betreuung älterer Menschen gehen müssen.
Bis zur nächsten Sitzung im ersten Halbjahr des nächsten Jahres liegt ein großes Stück Arbeit vor uns allen. Um unsere wichtiges Anliegen von Prävention und Gesundheitsförderung voranzubringen, erwarte ich von der Bundespolitik, dass endlich das seit vielen Jahren diskutierte und eigentlich konsentierte Präventionsgesetz auf den Weg gebracht und nicht länger blockiert wird.”

Rückfragen:
Roswtitha Steinbrenner
Telefon: 90282743
E-Mail: pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de