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Presse-Einladung: Projekt gegen Ausgrenzung und Einsamkeit älterer lesbischer Frauen wird vorgestellt

Pressemitteilung vom 08.09.2005

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

In Berlin leben rund 40.000 Lesben und Schwule, die schon über 65 Jahre alt sind. Das sind mehr als in irgend einer anderen deutschen Stadt. Die Menschen wissen die Vorzüge der Großstadt ebenso zu schätzen wie die Vereine und Initiativen, bei denen sie Gehör und Gleichgesinnte finden. Einer dieser Vereine ist „Rad und Tat – Offene Initiative Lesbischer Frauen e. V.“.

Der Verein startet jetzt eine neue Initiative. Er richtet einen Besuchsdienst für ältere und für behinderte lesbische und allein stehende Frauen ein. Der Besuchsdienst betreut die Frauen in Seniorenwohn- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern und zu Hause. Mit der Einrichtung dieses Projektes und der parallel dazu entwickelten Broschüre „Lesbische Frauen – (k)ein Thema in der Altenpflege?“ setzt Rad und Tat jetzt verstärkt auf Unterstützung älterer lesbischer Frauen, die gerade im Alter häufig auf Unwissenheit und Unverständnis ihrer Mitmenschen stoßen und daher oftmals zu einem isolierten, einsamen Leben im Alter gezwungen sind.

Senatorin Dr. Heidi Knake-Werner, die an der morgigen Pressekonferenz zur Vorstellung des Projektes teilnimmt, verweist in diesem Zusammenhang auf die gerade vom Senat beschlossenen „Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik 2005“, in denen die Interessen älterer homosexueller Frauen und Männer erstmalig ausdrücklich festgeschrieben wurden. „Wir wollen damit das Verständnis zwischen älteren Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund und unterschiedlichen sexuellen Orientierungen verbessern und die Bereitschaft erhöhen, wechselseitig Verantwortung füreinander zu übernehmen. Auch im Alter gibt es unterschiedliche Lebensformen, die es zu respektieren gilt. Wir wollen mit der Öffnung und Unterstützung für bestimmte Bevölkerungsgruppen und deren Integration in unsere Seniorenpolitik ein respektvolles und vielfältiges Zusammenleben fördern,“ so die Senatorin.

Die Pressekonferenz mit der Senatorin findet statt:

Wann? Freitag, 9. September 2005, um 11.00 Uhr,

Wo? RuT – Rad und Tat e. V., in der Schillerpromenade 1, 12049 Berlin-Neukölln.

Über Ihr Interesse würden wir uns freuen.

Rückfragen:
Roswitha STeinbrenner
Telefon: 90282743
E-Mail: pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de