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Krankenversicherungsschutz nicht aufgeben! Senatorin Knake-Werner appelliert

Pressemitteilung vom 09.03.2005

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner beobachtet mit Sorge, dass die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung steigt. Der Monat März ist von besonderer Bedeutung, da Ende dieses Monats die dreimonatige Frist eines Wechsels in eine freiwillige Krankenversicherung abläuft.

Für viele Berlinerinnen und Berliner haben sich nach der Einführung von Hartz IV auch Änderungen im Zusammenhang mit ihrer Krankenversicherung ergeben. Das betrifft diejenigen, die kein Arbeitslosengeld II bekommen, unverheiratet in einer Partnergemeinschaft leben und daher nicht über eine Familienversicherung krankenversichert sind. Sie sind zu Beginn des Jahres aus der Pflichtversicherung der Gesetzlichen Krankenkasse herausgefallen und haben drei Monate Zeit, sich freiwillig zu versichern. Ebenfalls müssen sich all diejenigen um den Erhalt ihres Versicherungsschutzes kümmern, die gegen ihren ablehnenden Arbeitslosengeld II-Bescheid Widerspruch eingelegt haben. Auch sie müssen sich an ihre Krankenkasse wenden und dort einen Antrag auf freiwillige Mitgliedschaft stellen.

Die Senatorin weist auf die gesetzlich bestimmten Fristen hin. Am 31. März sei die Dreimonatsfrist definitiv abgelaufen. Eine Rückkehrmöglichkeit in eine Gesetzliche Krankenkasse sei zumeist äußerst schwierig. „Die Zeit drängt, sich um den Krankenversicherungsschutz zu kümmern. Gehen Sie kein Risiko ein, setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung,“ appelliert die Senatorin.

„Langzeitarbeitslosigkeit darf nicht dazu führen, dass Menschen aus dem Netz der solidarischen Krankenversicherung herausfallen. Deshalb werden bei Bedürftigkeit von den Agenturen für Arbeit Zuschüsse zu den Beiträgen der Kranken- und Pflegeversicherung gewährt. Nicht nur für die Betroffenen selbst kann es verheerende Folgen haben, Arztbesuche zu vermeiden und Krankheiten nicht zu kurieren. Längerfristig hat ein sich verschlechternder Gesundheitszustand einer Bevölkerungsgruppe auch finanzielle Auswirkungen auf das Gesundheitssystem und soziale auf die Gesellschaft.“

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Roswitha Steinbrenner
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