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Job-Center: Kritik des Hauptpersonalrats führt in die Irre

Pressemitteilung vom 08.09.2005

Die Senatsverwaltung für Finanzen teilt mit:

Die Senatsverwaltung für Finanzen weist die Kritik des Hauptpersonalrats an der Beteiligung des Landes Berlin am Aufbau der sogenannten Job-Center im Rahmen der Arbeitsmarktreform „Hartz IV“ entschieden zurück.

Die innerhalb der Job-Center zu erledigenden kommunalen Aufgaben (insbesondere die Bearbeitung der Kosten der Unterkunft) erfordern den Einsatz von rund 350 Beschäftigten Berlins. Tatsächlich sind aber 1.600 Mitarbeiter des Landes in den Job-Centern tätig. Dies sind zum größten Teil frühere Beschäftigte der bezirklichen Sozialämter, aber auch das Zentrale Personalüberhangmanagement (ZeP) hat in Kooperation mit den Arbeitsagenturen und den Bezirken über 300 Beschäftigte aus dem Überhang des Landes qualifiziert und den Job-Centern zur Verfügung gestellt. Damit leistet Berlin einen Beitrag, um die Schwierigkeiten des Bundes bei der Gewinnung geeigneten Personals zu lösen.

Berlin hat seine personellen Verpflichtungen beim Aufbau der Job-Center bereits heute weit übertroffen. Ob und wie die Arbeitsagenturen die Stellen für Bundesaufgaben besetzen, kann Berlin nicht bestimmen. Das ZeP ist aber in laufendem Kontakt mit den Geschäftsführern der Arbeitsgemeinschaften und kann – wenn der Personalbedarf konkret benannt wird – gegebenenfalls auch noch weitere Mitarbeiter zur Verfügung stellen.

Das Land kann allerdings nicht, wie vom Hauptpersonalrat gefordert, neue Mitarbeiter für Aufgaben einstellen, deren Wahrnehmung Sache des Bundes ist. Ehemalige Auszubildende des Landes können sich aber direkt bei den Arbeitsagenturen bewerben. Die Senatsverwaltung für Finanzen ist bereit, dabei weiterhin unterstützend tätig zu werden. Auf diesem pragmatischen Weg sind in den vergangenen Monaten schon 25 junge ehemalige Auszubildende an die Arbeitsagenturen vermittelt worden.

Rückfragen:
Matthias Kolbeck
Telefon: 90 20 – 41 72
E-Mail: pressestelle@senfin.verwalt-berlin.de