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Beteiligungsunternehmen: Ergebnisse 2004 um 435 Mio. € besser als 2003

Pressemitteilung vom 27.04.2005

Die Senatsverwaltung für Finanzen teilt mit:

Im Geschäftsjahr 2004 haben sich die Ergebnisse der Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin erneut deutlich verbessert. Über alle Unternehmen hinweg betrachtet erhöhten sich die Gewinne auf 174 Mio. € ( 43,8% im Vergleich zu 2003) und verringerten sich die Verluste auf 277 Mio. € (-57,8%). Das gab Finanzsenator Thilo Sarrazin heute bei der Vorstellung wichtiger Eckdaten der Jahresabschlüsse bekannt. Der Saldo aus den Gewinnen und Verlusten, der 2002 noch bei –1,43 Mrd. € und 2003 bei –538 Mio. € lag, verbesserte sich weiter deutlich und lag 2004 bei -103 Mio. €. Die Zuschüsse des Landes konnten gleichzeitig weiter verringert werden auf 750,8 Mio. € (-3,9%).

„Die 2003 schon sehr deutliche Verbesserung hat sich im letzten Jahr fortgesetzt“, so Finanzsenator Sarrazin zu dieser Entwicklung, „die Unternehmen stehen insgesamt heute dramatisch besser da als noch 2002“. Neben erheblichen Veränderungen in den Geschäftsführungen, Vorständen und Aufsichtsräten habe sich vor allem die strikte Fokussierung auf Wirtschaftlichkeit und Konsolidierung positiv ausgewirkt. „Das Zusammenwirken der Unternehmensleitungen und Aufsichtsräte einerseits und der Beteiligungsverwaltung andererseits hat sich deutlich verbessert.“

Die Bankgesellschaft hat die Wende hin zu einem positiven Jahresergebnis geschafft (107 Mio. €). Der Restrukturierungsplan wurde planmäßig umgesetzt.

Bei der BVG zeigt sich trotz der schwierigen Gesamtsituation eine weitere Aufwärtsentwicklung. Insbesondere konnten die Fahrgeldeinnahmen um 48 Mio. € gesteigert, das operative Ergebnis um 9,6 Mio. € verbessert und die weitere Verschuldung zumindest gebremst werden.

Vivantes hat erstmals seit seiner Gründung ein positives Jahresergebnis erzielt (4,9 Mio. €). Neben der Entschuldung durch das Land haben dazu vor allem deutliche Absenkungen bei Personalkosten und Materialaufwand beigetragen.

Die Wohnungsgesellschaften haben sich unterschiedlich entwickelt: Drei Unternehmen erwirtschafteten Gewinne, drei Verluste. Ihre Verschuldung konnte um weitere 265 Mio. € reduziert werden – ohne Berücksichtigung des Verkaufs der Gesellschaft GSW mit Verbindlichkeiten von 1,56 Mrd. € im vergangenen Jahr.

Für die unmittelbaren Beteiligungsunternehmen wurden Zielbilder erarbeitet, die Ziele und Grundsätze der Geschäftspolitik festlegen und die Grundlage für Zielvereinbarungen der Aufsichtsräte mit den Geschäftsführungen und Vorständen bilden. Bei den wichtigsten Beteiligungen wurde der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) eingeführt. Zu erhöhter Transparenz tragen auch der deutlich erweiterte und verbesserte Beteiligungsbericht sowie zusätzliche halbjährliche Berichte an das Abgeordnetenhaus bei.

Finanzsenator Thilo Sarrazin: „Nach wie vor haben wir Sorgenkinder unter den Beteiligungsunternehmen, aber auf allen Baustellen geht es vorwärts. Weniger Verluste, mehr Gewinne und weniger Verschuldung – das bleibt auch weiterhin der Maßstab für die Steuerung unserer Beteiligungen.“

Detailliertere Presseunterlagen befinden sich unter www.berlin.de/senfin

Rückfragen:
Matthias Kolbeck
Telefon: 90 20 – 41 72
E-Mail: Pressestelle@senfin.verwalt-berlin.de