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Böger zertifiziert 200 Beraterinnen und Berater für Schulqualität

Pressemitteilung vom 01.11.2005

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Offizieller Start der schulinternen Evaluation und der Schulinspektion

Bildungssenator Klaus Böger hat heute 200 Berliner Lehrerinnen und Lehrer zertifi-ziert, schulinterne Evaluationen durchzuführen. Mit der internen Evaluation werden in jeder der mehr als 900 Berliner Schulen die Ausgangs- und Rahmenbedingungen über-prüft und die Arbeitsprozesse und -ergebnisse bewertet. Wesentliche Grundlage für die Erarbeitung der Verfahren und Instrumente der Schulevaluation ist der Handlungsrahmen Schulqualität in Berlin. In diesem Schuljahr werden insgesamt 530 Lehrkräfte in 18 Kursen qualifiziert.
Die interne Evaluation wird von der Schule veranlasst und in der Regel auch durch Lehrerinnen und Lehrer aus dem Kollegium selbst durchgeführt. Die Evaluationsberater sind von den Kollegien und der Schulleitung für diese Aufgabe ausgewählt und vom LISUM in Kooperation mit der FU über ein Jahr qualifiziert worden.
Böger betonte: „Die Schulen stehen inzwischen in einem internationalen Qualitäts- und Leistungswettbewerb. Insbesondere die Ergebnisse der Internationalen Schulleis-tungsuntersuchungen TIMSS und PISA haben die Diskussion um die Qualität von Schule zu einer verstärkten Ergebnisorientierung geführt. Wir haben diese Herausforderung angenommen: Das neue Berliner Schulgesetz hat den Schulen die Orientierung zu mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gegeben. In diesem Spannungsfeld kommt den Maßnahmen der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung eine ganz entschei-dende Bedeutung zu.“
Die Evaluationsberater haben zum Teil ihre Arbeit bereits begonnen:
Im Rahmen der Schulprogrammarbeit starten die Berater mit der Erarbeitung ei-ner Ausgangs- oder Stärken-Schwächen-Analyse, auf dessen Basis die Schule Entwicklungsschwerpunkte festlegen soll.
Zum Abschluss des Entwicklungszyklus erfolgt eine weitere interne Evaluation, in der die Evaluationsberater untersuchen, wie erfolgreich die bisherigen Maßnah-men der Schulentwicklung waren. Diese Ergebnisse bilden die Grundlage für Prioritätensetzungen im folgenden Schulprogrammentwicklungszyklus.
Bis zum 1. März 2008 legt die Schule ihrer Schulkonferenz und der zuständigen Schulaufsicht den schriftlichen Evaluationsbericht vor, der nach Regionen und für ganz Berlin zusammengefasst wird.
Außerdem haben heute morgen die 45 Kolleginnen und Kollegen die Mitarbeiterinnen der Schulinspektion ihre Arbeit in der Senatsverwaltung aufgenommen. Die Schulin-spektion ist die externe Evaluation der Schulen. Ab 2006 werden die ersten Inspektionen der Schulen beginnen. Die Teams aus Schulaufsicht, Schulleitungsmitgliedern und Lehrkräften, aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Elterngremien werden eng mit den Evaluationsberatern zusammenarbeiten.
Im Zuge eines zweitägigen Schulbesuchs, werden schulische Dokumente analysiert, gibt es u.a. eine Schulbegehung, Unterrichtsbesuche, Gespräche und Interviews mit dem schulischen Personal, sowie mit Schülern und Eltern.
Die Schule, die zuständige Schulaufsicht und der Schulträger erhalten zum Abschluss des Evaluationsverfahrens einen Bericht, in dem sowohl die Stärken der Schule als auch ihr Entwicklungsbedarf dokumentiert werden. Der Bericht wird anschließend durch das Inspektionsteam mit der Schulkonferenz und den schulinternen Evaluationsberatern, der zuständigen Schulaufsicht und dem Schulträger erörtert.

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