Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Weniger Schulversäumnisse in Berlin - Bildungssenator Klaus Böger: Bei Schwänzern müssen Schulen hinsehen und handeln

Pressemitteilung vom 30.09.2005

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Die Schulversäumnisse an öffentlichen allgemein bildenden Schulen in Berlin sind zu-rückgegangen: Im Vergleich vom 2. Schulhalbjahr 2001/02 zum 1. Schulhalbjahr 2004/05 ist der Anteil der Schüler mit sehr hohen Fehlzeiten deutlich gesunken. Während im 2. Schulhalbjahr 2001/02 noch 3,57 Prozent aller Schüler an 21 bis 40 Tagen fehlten, waren es im 1. Schulhalbjahr 2004/05 lediglich 2,81. Mehr als 40 Tage fehlten im 2. Schulhalbjahr 2001/02 1,36 Prozent und im 1. Schulhalbjahr 2004/05 nur noch 0,77 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil der Schüler ohne Fehltage von 18,87 auf 23,75 Prozent. Diese Tendenz ist in allen Schularten, Jahrgangsstufen sowie allen Berliner Bezirken gleichermaßen erkennbar.
Im 2. Schulhalbjahr 2001/02 ist die statistische Erhebung der Fehlzeiten erstmalig durchgeführt worden.
In der aktuellen Erhebung wurde zusätzlich zwischen entschuldigtem und unentschul-digtem Fehlen („Schwänzen“) unterschieden. Die Fehlquote (d. h. der von den Schülern prozentual versäumte Unterricht) beträgt berlinweit 4,74 Prozent, davon 4,11 Prozent entschuldigt und 0,64 Prozent unentschuldigt. Die Fehlquoten unterscheiden sich von Schulart zu Schulart und Bezirk zu Bezirk jedoch stark (siehe Anlage):
In den Hauptschulen, den Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt und in der Sekundarstufe I an den Gesamtschulen sind die höchsten Fehlquoten zu verzeichnen.
Die Fehlquoten in den Bezirken Mitte, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg, Lich-tenberg und Marzahn-Hellersdorf liegen über dem Berliner Durchschnitt. In Steglitz-Zehlendorf ist diese mit 3,88 Prozent am niedrigsten. Betrachtet man nur die unentschuldigten Fehlzeiten, liegen die Bezirke Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg deutlich über dem Berliner Durchschnitt von 0,64 Prozent. Die niedrigsten Fehlquoten sind hier in Steglitz-Zehlendorf, Treptow-Köpenick, Pankow und Tempelhof-Schöneberg zu verzeichnen.
Deshalb mahnte Bildungssenator Klaus Böger: „Bei Schulschwänzern müssen wir weiter genau hinsehen und entschlossen handeln. Schwänzerei ist ein Hilferuf von Ju-gendlichen, auf den Schule und Jugendhilfe eingehen müssen. Die Arbeit mit schuldis-tanzierten Jugendlichen lohnt sich: Durch die Sensibilisierung von Lehrern und Eltern und durch gute Projekte gegen Schuldistanz, ist es vielen Schulen gelungen, Schulver-säumnisse insbesondere aber Schulschwänzerei zu senken. Für dieses Engagement dan-ke ich den Kolleginnen und Kollegen. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Wenn man nämlich Schulen gleicher Schulart und Schülerschaft vergleicht, erkennt man große Unterschiede. In solchen Fällen werden wir bei den Schulen genau hinsehen. Jede Schule kennt ihre konkrete Versäumnisstatistik. Deswegen ist es wichtig, dass an jeder Schule Lehrerschaft, Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und nicht zuletzt Schülerinnen und Schüler darüber diskutieren, wie man mit Schwänzern umgeht und was man bes-ser machen kann.“
Weitere Infos finden Sie unter dem Stichwort „Schuldistanz“ im Web unter www.senbjs.berlin.de.
Ergebnisse nach Schulart und Jahrgangsstufe

Rückfragen:
Pressesprecher
Telefon: 9026-5846
E-Mail: Pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de