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Kritik ist Schnellschuss der GEW - Böger: Bildungsreformen brauchen Klarheit und Kontinuität

Pressemitteilung vom 28.09.2005

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Das Schuljahr 2005/06 ist das entscheidende Jahr in dem viele der im Schulgesetz unumstrit-tenen Bildungsreformen in Kraft treten: Von der vorgezogenen Einschulung, dem Start der flexiblen Schulanfangsphase, dem Ausbau des jahrgangsübergreifenden Lernens, Ausbau der Ganztagsbetreuung oder dem Mittleren Schulabschluss. Bildungssenator Klaus Böger: „Klar ist, dass sich Berlin in einem Reformprozess befindet. Bildungsreformen brau-chen Klarheit und Kontinuität in der Umsetzung. Unsere Reformen sind in aller Breite diskutiert, beschlossen und gut vorbereitet worden. Dementsprechend ist das Schuljahr gut gestartet.“
Probleme treten in einigen Bezirken (die in der Regel Schulträger sind) auf z. B. in Reinicken-dorf, wo nicht mit Priorität Ganztagsausbau und Schulsanierung betrieben wurde. Hier gibt es noch die eine oder andere unerfreuliche Baustelle, die aber zügig abgearbeitet wird. Das Land hat den Druck auf die Bezirke verstärkt, Bildung zur Priorität zu machen.

Bildungssenator Klaus Böger wies die Vorwürfe der GEW zurück: „Sowohl die Lehrer- als auch die Erzieherausstattung ist an Berliner Grundschulen bundesweit beispielhaft gut. Die Berliner Grundschulen werden z. B. mit zusätzlichen Stunden für Deutsch als Zweitsprache und geringeren Einrichtungsfrequenzen für Schulen mit hohem Migrantenanteil gestärkt.

Wie man diesen wichtigen Reformprozess nach vier Wochen als „gescheitert“ bewerten kann, bleibt das große Geheimnis der GEW. Ich sehe und spreche mit vielen Lehrern, die sich engagiert für eine bessere Qualität in Berliner Schulen einsetzen. Wichtig ist, dass sich an jeder einzelnen Schule Lehrkräfte und pädagogisches Personal zusammen setzen und gemeinsame Sache machen.

Wer die geplante pädagogische Tagung für ein Eingeständnis des Scheiterns hält, ist gänzlich neben der Spur. Ich kann das nur als Beitrag zur vorgezogenen Eröff-nung des Karnevals werten.“

Bei der Konferenz handelt es sich um den Austausch von Best-Practice-Beispielen für die Ganz-tagsbetreuung. Durch die flächendeckende Ganztagsbetreuung hat Berlin besonders viele spannende Best-Practice-Beispiele vorzuweisen. Die Vorbereitung der Tagung ist schon vor dem aktuellen Schuljahr begonnen worden.

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