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Bildungssenator Klaus Böger zu PISA 2003: „Berlin muss Reformkurs halten, denn Bildungsreformen brauchen Kontinuität. Erfreulich ist ein neues positives Bildungsklima in Berlin“

Pressemitteilung vom 14.07.2005

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Beim Ländervergleich aus PISA 2003 liegt Berlin in den einzelnen Feldern immer an der Spitze der Stadtstaaten und auch vor etlichen Flächenstaaten.

· In der Mathematik liegt Berlin vor Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen auf Platz 13.

· In der Lesekompetenz liegt Berlin gleichauf mit Niedersachen auf Platz 10.

· In der Naturwissenschaft liegt Berlin ebenfalls auf Platz 10 und

· in der wichtigen Problemlösungskompetenz liegt Berlin sogar auf Platz 7.

· Bei den Naturwissenschaften und der Problemlösungskompetenz liegt Berlin ganz eindeutig im OECD-Durchschnitt.

An PISA 2003 hat Berlin zum ersten Mal offiziell teilgenommen – und zwar mit mehr als 4 600 Schülern im Alter von 15 Jahren. Rund ein Viertel aller Berliner PISA-Teilnehmer haben einen Migrationshintergrund. Von den getesteten 15 Jährigen hatten 22 Prozent die 9. Klasse noch nicht erreicht.

Bildungssenator Klaus Böger „Das ist eine gute Ausgangsposition, von der aus wir unseren Reformkurs fortsetzen werden. Denn Berlin kann es noch besser. Obwohl wir bei der ersten PISA-Untersuchung im Jahre 2000 mangels Teilnahme nicht bewertet wurden, haben wir nach PISA den Reformprozess unverzüglich und energisch begon-nen, z. B.

· Als erstes deutsches Bundesland hat Berlin nach PISA ein umfassendes Schulreformgesetz im Februar 2004 beschlossen,

· Mit der im August 2005 startenden Einschulung ab 5,5 Jahren und dem KITA-Bildungsprogramm beginnt Berlin früh mit der Bildung. Kita-Zeit ist Bildungszeit. Schon in den Kitas beginnen wir mit der Sprachförderung.

· Denn Sprache ist der Schlüssel zu Bildungserfolg: Deswegen erhebt Berlin seit 2004 systematisch die Sprachfähigkeit aller Schulanfänger vor Schulbeginn (mit dem Sprachtest: Deutsch Plus). Wenn das Kind sprachliche Defizite hat, muss es von Februar bis zur Sommerpause in eine verpflichtende Sprachförderung.

· Mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung in Berliner Grundschulen haben Lehrkräfte und Erzieher mehr Möglichkeiten, alle Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern.

Böger: „Die von uns eingeleiteten Qualitäts- und Qualifizierungsmaßnahmen zeigen Früchte. In keinem anderen Politikfeld sind so viele Veränderungen angepackt worden wie in der Bildungspolitik. Natürlich bringen Veränderungen auch Unsicherheit. Doch die Berliner Lehrerschaft arbeitet hart für eine bessere Schule. In meinen Augen bestätigt PISA diese Leistungen. Dafür möchte ich den Kolleginnen und Kollegen meinen Respekt und Dank aussprechen. Ohne Frage ist in Berlin ein neues positives Bildungsklima entstanden. Doch dieses Ergebnis ist Lohn und Anspruch zugleich. Aber es gibt keinen Grund, sich auszuruhen. Mit dem hohen Anteil an Migranten steht Berlin in den kommenden Jahren weiterhin vor einer großen Herausforderung. Dort können wir noch ein hohes Begabungspotential gewinnen.“

Im PISA-Bericht 2003 international heißt es: „Die erhoffte schlagartige Verbesserung von Ergebnissen, die Deutschland im internationalen Vergleich wieder als Bildungsnation ausweist, muss deshalb Wunschdenken bleiben. Entscheidend wird es sein, langfristig und kontinuierlich auf Verbesserungen hinzuarbeiten.“

Böger: „Wir sind auf dem richtigen Weg zu besseren Schulen in Berlin. Wir müssen den Kurs halten, denn Bildungsreformen brauchen Kontinuität und Klarheit.“

Weitere Informationen unter: http://pisa.ipn.uni-kiel.de/

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