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Vergleichsarbeiten in den 10. Klassen - was Eltern und Schüler wissen müssen

Pressemitteilung vom 28.04.2005

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Die Idee
Im Mai finden die schriftlichen Vergleichsarbeiten für die Schülerinnen und Schüler aller 10. Klassen Berlins statt.
Diese landeseinheitlichen Prüfungen dienen vor allem zwei Aspekten.
Zum einen sind sie ein letzter Testlauf vor dem mittleren Schulabschluss, der im kom-menden Schuljahr zum ersten Mal durchgeführt wird. Ab 2006 wird der mittlere Schulabschluss den Realschulabschluss ersetzen. Die Prüfung zum mittleren Schulab-schluss wird zeigen, ob alle Schüler am Ende der Mittelstufe ein bundesweit vergleich-bares Leistungsniveau erreichen.
Zum anderen dienen sie dem Vergleich zwischen Schülern und Schulen. Unter dem Motto „Wer Qualität will, muss vergleichen können“ halten zahlreiche Neuerungen in die Berliner Schule Einzug. Transparenz über die Güte von Leistungen und eine klare Bestandsaufnahme sind wesentlich, um eine bessere Schule schaffen zu können. Die Vergleichsarbeiten sind dafür ein Baustein.
Die Termine
Die schriftlichen landeseinheitlichen Vergleichsarbeiten finden am 3. Mai. (Mathematik), 10. Mai (Deutsch), 12. Mai (erste Fremdsprache) statt. Start ist jeweils um 10 Uhr.
Der Zeitraum für die ca. 10-15minütige Überprüfung der Sprechfertigkeit hat an den Schulen bereits am 4. April begonnen und endet am 10. Juni 2005
Die Vergleichsarbeiten werden in diesem Jahr an die Schulleiterinnen und Schulleiter bzw. eine/n durch sie autorisierte/n Vertreter/in persönlich übergeben. Es handelt sich hierbei um versiegelte Dokumente, die erst unmittelbar vor der Vervielfältigung geöff-net werden dürfen (z.B. Verwahrung im Tresor).

Die Schulleiterin oder der Schulleiter trägt als Amtsträger/in die Verantwortung für die sichere Vervielfältigung und die Geheimhaltung der Aufgaben bis zum jeweiligen Tag der Vergleichsarbeit. Der Lösungsbogen (Erwartungshorizont) für die jeweilige Vergleichsarbeit wird erst am jeweiligen Tag der Vergleichsarbeit nach Ende der Bearbeitungszeit für den Download von der Internetseite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, freigeschaltet.
Die Aufgaben
Die schriftlichen Vergleichsarbeiten sind landeseinheitlich. Allerdings werden die Schüle-rinnen und Schüler nach Schularten unterschiedliche Aufgaben zu lösen haben.
Schlüssel an den Aufgaben repräsentieren das jeweilige Abschlussniveau – von einem Schlüssel bis zu drei Schlüsseln. Gymnasiasten und Gesamtschüler der F-Kurse lösen verpflichtend die Aufgaben mit drei Schlüsseln, alle andere lösen Aufgaben mit weniger Schlüsseln. Sie können aber freiwillig auch schwierigere Aufgaben lösen und sich damit eine Zusatznote erarbeiten, die als weitere Leistung in die schriftliche Gesamtbewertung einfließt. Realschüler, Berufsfachschüler und Schüler der E-Kurse an Gesamtschulen bearbeiten also mindestens die Aufgaben mit einem und mit zwei Schlüsseln.
Achtung! Bei den Arbeiten für dem mittleren Schulabschluss im kommenden Jahr wird es nur einen Aufgabentyp für alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler geben.
Die Bewertung
Die schriftlichen Arbeiten werden als Klassenarbeit gewertet. Die Noten der einzelnen Vergleichsarbeiten gehen also über diesen Weg auch in die Endnote des Zeugnisses ein. Wer die schriftlichen Arbeiten nicht besteht, hat also eine entsprechende Note im Kanon seiner Klassenarbeiten auszugleichen, gefährdet aber nicht notwendigerweise seine Versetzung oder die Erlangung des Realschulabschlusses. Die Lehrerinnen und Lehrer der jeweiligen Schule bewerten die Arbeiten nach einem vorgegebenen Schema. Um einen Vergleich für die interessierte Öffentlichkeit zu gewährleisten, werden die Ergebnisse später im Internet veröffentlicht, geordnet nach Schulformen.
Bei den Vergleichsarbeiten im vergangenen Jahr erreichten 83 Prozent aller Berliner Schülerinnen und Schüler den gesetzten Standard im Fach Deutsch (40% der teilneh-menden Hauptschüler, 56 % der Realschüler, 98 % der Gymnasiasten). Im Fach Mathematik schlossen 67 Prozent aller Schülerinnen und Schüler erfolgreich ab (Hauptschule: 23%, Realschule: 78%, Gymnasien: 96%).

Rückfragen:
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