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Qualitätsoffensive für Verpflegungsangebote an Berliner Ganztagsschulen

Pressemitteilung vom 26.04.2005

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Durch den sukzessive Ausbau von Betreuungsangeboten an Grundschulen wächst die Zahl der Berliner Schulen, deren Schulalltag über die Mittagszeit hinausgeht. Für alle diese Schulen besteht die Notwendigkeit, ihren Schülern ein Mittagessen anzubieten.

Mit der Neufassung der „Berliner Qualitätskriterien“ für Verpflegungsangebote an Ganztagsschulen steht Schulträgern, Schulen, Eltern und Schülern sowie Caterern jetzt ein aktualisierter Orientierungsrahmen für die Umsetzung zur Verfügung, der die Richtschnur für gutes Schulessen in Berlin ist.

Herausgegeben wurden die Empfehlungen von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, der AOK Berlin – Die Gesundheitskasse und der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin.

Bildungssenator Klaus Böger: „Viele Berliner Grundschulen bauen derzeit ihre Ganztagsangebote aus. Die Kinder halten sich dort von morgens bis nachmittags auf. Ein solches Programm können Kinder nur dann erfolgreich bewältigen, wenn sie sich gesund und gut ernähren. Essen ist aber weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Mahlzeiten sind Kultur. Deshalb ist die Erziehung zu gesunder Ernährung ein wichtiger Teil des Erziehungs- und Bildungsauftrags unserer Schulen.

Es ist eine gute Nachricht, dass die Bezirke jetzt schon auf Basis dieser Qualitätskrite-rien ausschreiben. So können wir zu einer besseren Gesundheitsförderung in Berliner Schulen beitragen! Und Kinder, die gut versorgt sind, erleben die Schule positiver und lernen besser. Das trägt zur Qualität an Berliner Schulen bei!“

Berlin war 2003 das erste und ist bislang das einzige Bundesland, das über Qualitätsanforderungen für Schulverpflegungsangebote verfügt.

Die „Berliner Qualitätskriterien“ basieren auf dem vom Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung entwickelten Ernährungskonzept der „Optimierten Mischkost“ (optimiX). Sie beinhalten Empfehlungen zu Einkauf und Verarbeitung, Menüzusammenstellung und Deklaration sowie Transport und Ausgabe des Essens.

Darüber hinaus empfehlen die Herausgeber ausdrücklich die Integration von Lebensmitteln aus ökologischem und vorzugsweise regionalem Anbau.

Zeitgemäße Verpflegungsangebote an Berliner Ganztagsschulen sollen, unabhängig vom gewählten Verpflegungssystem, gesundheitsfördernd und kindgerecht, saisonal und regional, ökologisch und wirtschaftlich sein.

Sabine Schulz-Greve (Vernetzungsstelle Schulverpflegung): „Die neuen Verpflegungsangebote können den Ausgangspunkt für eine handlungsorientierte Ernährungs- und Verbraucherbildung an den Schulen darstellen. Dies ist der erfolgversprechende Weg, um Essverhalten und Ernährungsgewohnheiten der Schüler/-innen nachhaltig positiv zu beeinflussen und präventive Wirkungen zu erzielen.“ Deshalb führt die Vernetzungsstelle Schulverpflegung derzeit in Kooperation mit der AOK Berlin – Die Gesundheitskasse Fortbildungen von Lehrern/-innen und Erziehern/-innen sowie Elternschulungen an Berliner Ganztagsschulen durch.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der:

Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin
Ansprechpartner:
Sabine Schulz-Greve
Michael Jäger

Tel. 030/ 90 193 207, Fax. 030/ 90 193 419
mail@vernetzungsstelle-berlin.de

oder unter:
www.vernetzungsstelle-berlin.de

Rückfragen:
Pressesprecher
Telefon: 9026 5846
E-Mail: pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de