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Berlin macht ganztags Schule! Neue Aufgaben für Vorklassenleiterinnen und Vorklassenleiter

Pressemitteilung vom 22.04.2005

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Ab dem kommenden Schuljahr wird es in Berlin – bundesweit einmalig – für alle Grundschüler über den regulären Unterricht hinaus eine verlässliche, kostenlose Betreuung von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr an ihrer Schule geben. Über dieses Angebot hinaus liegt die Hortbetreuung am frühen Morgen und nachmittags dann in der rechtlichen Obhut der Schule.

Mit dieser Reform geht die frühere Einschulung einher, so dass nun deutlich mehr Kinder eine frühere und ausgedehntere schulische Förderung erhalten werden.

Die Reform führt auch zum Wegfall der bislang nur optionalen Vorklassen, die nur vierstündig waren und keine weitergehende Förderung erlaubten. Künftig werden also alle Kinder eine qualitativ bessere, frühzeitigere und zeitlich ausgedehnte schulische Förderung erhalten.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport hat daher neue Aufgabengebiet für die bisherigen Vorklassenleiterinnen und Vorklassenleiter im Bereich der Berliner Grundschulen präzisiert.

Diese Gruppe von hochqualifizierten Erzieherinnen und Erziehern werden künftig mit ihren Kompetenzen, die sie im Umgang mit den Kindern im Alter von 5 bis 7 Jahren erworben haben, die Bildungs- und Erziehungsaufgaben der Ganztagsgrundschule ergänzen. In einem Schreiben an alle Vorklassenleiterinnen und Vorklassenleiter hob die Verwaltung hervor, dass

·die Vorklassenleiterinnen und Vorklassenleiter künftig in Kooperation mit den Lehrkräften an der Ausgestaltung der Lernumgebung und Förderung von Lernprozessen der Kinder mitwirken. Sie sollen also ausdrücklich die Bildungsarbeit unterstützen.

·Vorklassenleiterinnen und Vorklassenleiter sich an der Gestaltung der Ganztagsbetreuung beteiligen.
Vorklassenleiterinnen und Vorklassenleiter werden also nicht selbständig unterrichten, da als Erzieherinnen und Erzieher dafür nicht ausgebildet sind. Sie werden aber Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht unterstützen können. Sie werden dafür sorgen, dass Bildung und Betreuung künftig noch besser ineinander greifen werden.

Senator Klaus Böger dankte in einer Stellungnahme den Vorklassenleiterinnen und Vorklassenleitern für deren bisheriges Engagement: „Sie haben wesentlich dazu beigetra-gen, dass Kinder im Übergang vom Kindergartenalter zum Schulkind gezielt und planmäßig gefördert werden konnten. Sie haben als Erzieherinnen und Erzieher gezeigt, dass Bildung nicht erst mit der Schule beginnt. Ich bin sicher, dass unsere Berliner Grundschüler auch künftig von ihren reichen Erfahrungen profitieren werden.“

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport setzt sich weiter mit Nachdruck dafür ein, dass die Vorklassenleiterinnen und Vorklassenleiter trotz des Wegfalls ihres jetzigen Arbeitsgebietes ihre jeweiligen Vergütungen dauerhaft behalten. Böger: „Dies erscheint uns als ein Gebot der Fairness. Wir brauchen engagierte und vorwärts gewandte Erziehungsprofis in unserem Reformprozess an Berlins Grundschulen.“

Allerdings werden die Urlaubs- und Arbeitsregelungen wieder denen angepasst, die für alle Erzieherinnen und Erzieher im Land Berlin gelten.

Böger fasste die Idee der Ganztagsgrundschule so zusammen: „Mit dem Ganztagsschulkonzept initiieren wir eine neue Art von Schule. Schule wird noch mehr zum Lern- und Lebensort. Dafür führen wir die Potenziale von Schule und Jugendhilfe, Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher, zusammen. Das kommt unseren Kindern zugute.“

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