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Fachtagung zum Berliner Modell der Erziehungs- und Familienberatung

Pressemitteilung vom 11.03.2005

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Härtel: „Klug ist, wer das Kind gar nicht erst in den Brunnen fallen lässt“

Um über die Weiterentwicklung und Zukunftssicherung der Erziehungs- und Familienberatungslandschaft in Berlin zu diskutieren, werden etwa 80 Vertreter aus Politik, Verwaltung und von den Trägern der Beratungsstellen am 16. März 2005 im Roten Rathaus erwartet. Ziel ist es, die Qualität der geleisteten Arbeit zu beurteilen und eine Perspektive für die Fortführung des Projektes nach der Modellphase zu entwickeln. Die Modellphase läuft bis zum Jahresende 2005.

Seit drei Jahren wird das Berliner Modell zur Erziehungs- und Familienberatung erprobt. Dieses bundesweit einzigartige Modell basiert auf einer Vertragsvereinbarung zwischen dem Land Berlin, den Bezirken und der LIGA der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege.

Vereinbart worden ist in jedem Berliner Bezirk eine Erziehungs- und Familienberatung des Jugendamtes und eine in freier Trägerschaft. Ratsuchende Familien und ihre Angehörigen können kostenlos – auch über Bezirksgrenzen hinaus – eine Beratungsstelle aufsuchen. Dort werden sie von Psychologen, Therapeuten und Pädagogen beraten. Diese unterstützen Eltern und Kinder bei allgemeinen Erziehungsfragen, aber auch in Krisen- und Konfliktsituationen. Sie sind für Jedermann frei zugänglich. Es bedarf keines aufwändigen Antrags- und Bewilligungsverfahrens. Die Erziehungs- und Familienberatungsstellen können auch vorbeugend beraten. Mit ihrer Arbeit tragen sie auch zur sozialen Integration von Migranten bei und beugen gegen Gewalt und sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen vor.

Jugendstaatssekretär Thomas Härtel bilanziert: „Unsere Zusammenarbeit mit den freien Trägern sichert ein stabiles und ausgewogenes System von Erziehungs- und Familienberatungsstellen. Berlin will die erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen, um damit rechtzeitig Familienprobleme erkennen und bearbeiten helfen. Heimunterbringungen und andere teurere Lösungen lassen sich dadurch vermeiden. Klug ist, wer das Kind gar nicht erst in den Brunnen fallen lässt“.

Der Fachtagung findet am Mittwoch, den 16.03.05, von 10:00 Uhr bis 14:30 Uhr im Presseraum (Raum 338) des Roten Rathauses, in der Rathausstraße 15, 10178 Berlin statt. Die Presse ist herzlich zur Berichterstattung eingeladen.

Rückfragen:
Pressesprecher
Telefon: 9026-5846
E-Mail: Pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de