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BETREUUNG UND FÖRDERUNG VON JUNGEN MENSCHEN IM RAHMEN DER HARTZ-REFORM

Pressemitteilung vom 21.12.2004

Aus der Sitzung des Senats am 21. Dezember 2004:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf, einen Bericht über die Betreuung und Förderung von jungen Menschen vor dem Hintergrund der „Hartz“-Reformen beschlossen.
Junge erwerbsfähige Hilfebedürftige sollen in den Arbeitsgemeinschaften, in denen die Agenturen für Arbeit und die Berliner Bezirksämter ab 1. Januar 2005 gemeinsam die Leistungen der neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende erbringen, in einem gesonderten Bereich betreut werden. So hatten es die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit und das Land Berlin in der Rahmenvereinbarung zur Errichtung von Arbeitsgemeinschaften am 26. August 2004 festgelegt. Die konkrete Ausgestaltung dieses Bereichs ist Aufgabe der Arbeitsgemeinschaften.

Da Jugendliche, die Grundsicherungsleistungen auf Grundlage des SGB II erhalten, parallel auch auf Basis anderer Leistungsgesetze, wie z. B. dem SGB III (Arbeitsförderung) oder dem SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe) bei ihrem Einstieg ins Erwerbsleben unterstützt werden können, ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Leistungsträger sehr wichtig.

Die Schnittstellen, insbesondere zwischen Arbeitsagenturen, Arbeitsgemeinschaften und Jugendhilfe, sollten so gestaltet werden, dass junge Menschen auf bestmögliche Weise gefördert, ineffektive Doppelstrukturen und unabgestimmte Förderungen verhindert und Zuständigkeitsstreitereien allein aus Kostentragungsgründen vermieden werden.

Wenn für Jugendliche, die Transferleistungen nach SGB II erhalten, und für Jugendliche ohne Transferleistungsbezug die gleiche Anlaufstelle zur Unterstützung der Jugendlichen bei ihrer Integration in Ausbildung bzw. Arbeit zuständig ist, wird unerwünschten Stigmatisierungen von Jugendlichen aus einkommensärmeren Verhältnissen vorgebeugt.

Zur Förderung von jungen Menschen kann ein großes Spektrum an Leistungen und Instrumenten eingesetzt werden. Zu nennen sind hier insbesondere:

 Berufsberatung,
 Maßnahmen der Berufsvorbereitung,
 Förderung des Nachholens von Schulabschlüssen,
 Einstiegsqualifizierung für Jugendliche,
 Förderung der Berufsausbildung (u. a. Bund-Länder-Sonderprogramm),
 Ausbildungsbegleitende Hilfen, sozialpädagogische Hilfen,
 Förderung der beruflichen Weiterbildung,
 Eingliederungszuschüsse an Arbeitgeber,
 Arbeitsgelegenheiten mit Qualifizierungsmodulen,
 Beratungs- und Betreuungsleistungen (u. a. Schuldnerberatung und Kinderbetreuung).

Im Rahmen eines Profilings sind Stärken und Schwächen des/der Jugendlichen, die individuellen Eingliederungshemmnisse sowie die Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Förderung zu bestimmen. Auf dieser Basis wird dann eine Eingliederungsvereinbarung mit dem/der Jugendlichen abgeschlossen, in der festgehalten ist, wie seine/ihre Eingliederung gefördert werden soll, aber auch, was gleichzeitig von ihm/ihr als Eigenbeitrag erwartet wird. – - -

Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen
Telefon: 9013-7418
E-Mail: pressestelle@senwiarbfrau.verwalt-berlin.de