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E-GOVERNMENT-ENTWICKLUNG IN DER BERLINER VERWALTUNG

Pressemitteilung vom 07.12.2004

Aus der Sitzung des Senats am 7. Dezember 2004:

Der Senat hat auf Vorlage von Innensenator Dr. Ehrhart Körting den 3. Zwischenbericht über die E-Government-Entwicklung in der Berliner Verwaltung, insbesondere seit April 2004, beschlossen.

Mit E-Government sollen Dienstleistungen schneller und mit weniger Aufwand erbracht, Informationen für Bürger und Unternehmen rund um die Uhr bereitgestellt, Behördengänge reduziert und der richtige Ansprechpartner ohne lange Wartezeiten angeboten werden. Diese Ziele konnten schon weitgehend umgesetzt werden:

Auf der Basis des Informationssystems für Bürgerdienste, welches den Standardaufgabenkatalog der Berliner Bürgerämter abdeckt, wurde zum 23. September 2004 ein entsprechender Internet-Auftritt innerhalb des Verwaltungsführers unter berlin.de als „Zentrales Informationssystem Bürgerämter“ freigeschaltet.

Unter der Federführung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen wurde in den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Lichtenberg eine Umfrage zu wirtschaftsorientierten Verwaltungsleistungen auf kommunaler Ebene durchgeführt. Die Auswertung der Erhebung zeigt 20 Leistungen auf, die zum einen besonders häufig nachgefragt werden und zum anderen erheblichen Verwaltungsaufwand verursachen. Auf der Grundlage dieser Analyse soll sukzessive ein wirtschaftsorientiertes Dienstleistungsportal aufgebaut werden.

Als Ergebnis des von der Senatsverwaltung für Inneres durchgeführten Projekts Mobile Bürgerdienste (MoBüD) ist es gelungen, fast die gesamte Dienstleistungspalette eines stationären Bürgeramtes auch mobil anzubieten. Hierzu wird ein „Bürgerberatungs-Koffer“ mit drahtlosem Datentransfer ins Berliner Landesnetz eingesetzt. Der Koffer enthält alle dafür notwendigen Komponenten (Notebook, Drucker, Netzzugang etc.) und wird bereits probeweise an verschiedenen Standorten in den Bezirken Pankow und Spandau genutzt.

In Marzahn-Hellersdorf wurde der automatische telefonische Auskunftsdienst zum Abholen beantragter Personaldokumente bereits im 4. Quartal 2003 mit Erfolg erprobt. Derzeit bereitet der Landesbetrieb für Informationstechnik gemeinsam mit dem Landes-einwohneramt eine Berlinweite Einführung dieses „Voice-Mail-Dienstes“ zum März 2005 vor.

Für das „Berlin Telefon“ als Call-Center mit einer zentralen Telefoneinwahl, -auskunft und -vermittlung ist ab Ende 2004 eine schrittweise Einführung, beginnend in den Pilotbereichen Landeseinwohneramt und zwei Bezirksämtern, vorgesehen.

Das von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unter bezirklicher Beteiligung erprobte Verfahren zur digitalen Abwicklung von Vergabeverfahren im Baubereich (E-Vergabe VOB) soll noch im Dezember 2004 in Produktion gehen. Die Übertragung des Verfahrens auf andere Bereiche als landeseinheitliche E-Vergabe-Lösung ist geplant.

Das vom Landeseinwohneramt bereitgestellte Portal zur Erteilung von Auskünften aus dem Melderegister an registrierte externe Berechtigte wird inzwischen von 26 Behörden genutzt.

Zur Verstärkung der Kooperation mit Brandenburg wurde mit dem Innenministerium eine Zusammenarbeit bei E-Government-Themen insgesamt verabredet. Demnächst soll eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung zwischen den Ländern abgeschlossen werden.

Auch die Zusammenarbeit von Bund und Ländern ist verstärkt worden:

Berlin beteiligt sich an der vom Bundesministerium des Innern getragenen Initiative Deutschland-Online, in der unter dem Motto „Einige-für-Alle“ über alle Verwaltungsebenen hinweg bundesweit besonders wichtige Projekte in Arbeitsgruppen vorangetrieben werden. Die Beteiligungsschwerpunkte Berlins liegen derzeit in den Bereichen Internetportale und Geodaten.

Die Senatsverwaltung für Inneres hat sich an dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit bundesweit durchgeführten Interessenbekundungs- und Auswahlverfahren zur Umsetzung von MEDIA@Komm-Transfer für Städte und Gemeinden erfolgreich beteiligt. Als eine von 20 Transferkommunen wirkt Berlin an der Verbreitung der im Rahmen von MEDIA@Komm in den Regionen Bremen, Esslingen und Nürnberg entwickelten fortgeschrittenen E-Government-Technologien und -Anwendungen mit. Berlin hat für die Projekte Voice-Auskunftsdienst und Mobiles Government/Mobile Bürgerdienste die Federführung übernommen. – - -

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Inneres
Telefon: 9027-2730
E-Mail: poststelle@seninn.verwalt-berlin.de