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STADTENTWICKLUNGSPLAN ZENTREN – TEIL 2

Pressemitteilung vom 30.11.2004

Aus der Sitzung des Senats am 30. November 2004:

Der Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, den Stadtentwicklungsplan Zentren – Teil 2 (StEP Zentren 2) zur Kenntnis genommen. Dieser bildet zusammen mit dem im März 1999 beschlossenen ersten Teil des Stadtentwicklungsplans Zentren und Einzelhandel, dem Flächennutzungsplan, den Ausführungsvorschriften über großflächige Einzelhandelseinrichtungen für das Land Berlin und dem Zentrenatlas Berlin einen weiteren wichtigen Baustein, um Berlin als Einzelhandelsstandort weiter zu profilieren und zukunftsfähig zu gestalten. Die Vorlage wird dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme zugeleitet.

Die Berliner Einzelhandels- und Zentrenlandschaft hat sich seit der Wende in erheblichem Umfang gewandelt. Dennoch bestehen hier im Bundes- und Metropolenvergleich einzig-artige Handelsstrukturen: nah bei den Verbrauchern, vielfältig und attraktiv für Erlebnissuchende, voller Neuigkeiten für die jungen Kreativen, metropolitan für die Berlin-Gäste.

Basis dafür ist die polyzentrale Struktur Berlins mit einer Vielzahl von Zentren unterschiedlicher Größe und Funktion. Als wirtschaftliche, soziale und kulturelle Kristallisationspunkte haben sie eine außerordentliche Bedeutung für Berlin, seine Bevölkerung und seine Besucher.

Zentren leben durch ihre Nutzungs- und Funktionsvielfalt. Sie sind wichtig sowohl für die Attraktivität der Wohnquartiere und die Identifizierung der Bürger mit ihrem Kietz als auch für die regionale und internationale Ausstrahlung Berlins insgesamt. Sie bilden das Rückgrat für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Deshalb ist die Sicherung der einzigartigen Handelsstruktur und Nutzungsvielfalt für Berlin von großer Bedeutung. Der Einzelhandels- und Zentrenentwicklung kommt daher – auch als Aufgabe öffentlicher Steuerung – eine Schlüsselfunktion zu.

Mit dem Stadtentwicklungsplan Zentren – Teil 2 werden die strategischen stadtentwicklungspolitischen Leitlinien für die Einzelhandels- und Zentrenentwicklung in Berlin aktualisiert. Zentrale stadtentwicklungspolitische Ziele sind die Profilierung des Einkaufsstandortes im Wettbewerb mit anderen Metropolen, der Erhalt der charakteristischen Vielfalt der Zentren, die Sicherung einer wohnortnahen täglichen Versorgung sowie die stadtverträgliche Integration großflächiger Einzelhandelseinrichtungen.

In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen der Verbraucher gewandelt. Um die veränderten Entwicklungen im Einzelhandelssektor aufzufangen, sie für die Berliner Stadtentwick-lung zu nutzen und stadtverträglich zu gestalten, ist das Konzept durch eine pla-nerische Doppelstrategie gekennzeichnet. So sollen die vorhandenen städtischen Zentren durch Nutzung ihrer Flächenpotenziale für neue Handels- und Freizeitformen stabilisiert und wei-terentwickelt werden. Zugleich werden Fachmarktstandorte für die Bau-, Garten- und Möbelbranche nachgewiesen, um so die Qualität der vorhandenen Zentrenstruktur zu sichern und weite Wege ins Berliner Umland zu vermeiden. – - -

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: oeffentlichkeit @senstadt.verwalt-berlin.de