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WOWEREIT LÄDT IN BANGKOK ZU ASIEN-PAZIFIK-WOCHEN NACH BERLIN EIN

Pressemitteilung vom 18.11.2004

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat heute ein Grußwort auf dem Eröffnungsplenum der Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft in der thailändischen Hauptstadt Bangkok gesprochen. Das Presse- und Informationsamt veröffentlicht den Wortlaut der Ansprache auf Grundlage des Manuskripts.

Der Regierende Bürgermeister sagte u.a.: “Berlin und die Asien-Pazifik-Region: Da sind über Jahre enge Bande entstanden, da ist Vertrauen gewachsen. Berlin ist heute die wichtigste Adresse für den Dialog zwischen Deutschland und der Asien-Pazifik-Region. Und Sie, meine Damen und Herren aus der deutschen Wirtschaft in der Region: Sie tragen durch Ihr Wirken dazu bei, Deutschland zu repräsentieren. Sie sind wichtige Vertrauensträger unseres Landes. Das sage ich bewusst auch in Anwesenheit all unserer Diplomaten in der Region, denen ich an dieser Stelle ebenfalls herzlich danke für ihren täglichen Einsatz in deutschem Namen, von dem Berlin als Hauptstadt sehr profitiert. Lassen Sie mich zu Beginn dieser Konferenz all jenen herzlich danken, die durch ihren Mut, ihren Weitblick und ihren nachhaltigen persönlichen Einsatz zum Entstehen dieser engmaschigen, strategisch angelegten Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Asien-Pazifik-Raum beigetragen und den Grundstein für die heutige Konferenz gelegt haben.

Herr Dr. von Pierer, sie haben als Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft schon zu einem Zeitpunkt auf die Verdichtung der Kooperation gesetzt, als viele noch über die Asienkrise lamentierten statt in die Zukunft zu blicken. Und ich nenne den Präsidenten der Deutsch-Thailändischen Handelskammer. Sie, verehrter Herr Sumate, haben als Gastgeber und Organisator mit diesem Forum einen wichtigen Rahmen für den Austausch und für den Dialog zwischen unseren Regionen geschaffen. Danke Ihnen beiden.

Am Beginn des 21. Jahrhunderts entwickelt sich der Austausch zwischen Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum rasant. Die Märkte wachsen dynamisch zusammen. Das gegenseitige kulturelle Interesse ist groß. Wir erleben einen beispiellosen Prozess der Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung. Darin liegen enorme Chancen für alle Seiten. Noch bis vor 15 Jahren war Berlin weitgehend abgeschnitten von diesen Chancen, die sich durch verstärkte internationale Kooperation ergeben. Mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 ging nicht nur die Teilung und das Leid zu Ende, das Mauer und Stacheldraht für die Menschen brachten.

Es wehte plötzlich frischer Wind. Die Stadt atmete auf. Sie erfand sich in gewisser Weise neu. Sie wurde wieder Sitz von Parlament und Regierung. Die neue Freiheit setzte enorme Energien frei. Neue Stadtviertel wie der Potsdamer Platz schossen aus dem Boden. Berlin, die größte Baustelle Europas, wurde zu einem Synonym für Aufbruch und für Innovation

Heute können wir sagen: Wir tragen zwar noch an einigen Lasten aus der Vergangenheit. Aber die Stadt ist zusammengewachsen. Sie hat sich neu aufgestellt. Sie hat sich als eine spannende, internationale und weltoffene Stadt in die Mitte der Europäischen Union positioniert und nutzt die Chancen, die sich aus der neuen geopolitischen Lage in der erweiterten EU und aus der kulturellen Nähe zu unseren mittel- und osteuropäischen Nachbarn ergeben.

Wir haben die Weichen für die Zukunft gestellt. Unsere Region gilt als europäischer Spitzenstandort für Biotechnologie, Medizintechnik, VErkehrstechnik, Informationstechnologie und Medien. Unsere Universitäten und Forschungseinrichtungen sind hoch angesehen, Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten auf vielen Feldern eng vernetzt zusammen. Erst vor kurzem hat das Statistische Landesamt Baden-Württemberg unserer Region die zweithöchste Innovationskraft in ganz Europa bescheinigt.

Berlin hat sich in den vergangenen Jahren gut positioniert. Und das gilt ganz besonders auch für die Zusammenarbeit mit der Region, in der Sie alle tätig sind. Berlin ist heute das ‘Tor zum Asien-Pazifik-Raum’. Den Grundstein haben wir mit den Asien-Pazifik-Wochen gelegt, die seit 1997 alle zwei Jahre in Berlin stattfinden. Sie sind zum wichtigsten europäischen Forum für den Dialog mit der asiatisch-pazifischen Region geworden. Damit hat der wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Austausch zwischen unseren Regionen an Fahrt gewonnen.

Mit dem Asien-Pazifik-Forum Berlin wurde nach dem Umzug von Bundesregierung, Bundesverbänden und Botschaften Anfang 2000 ein kontinuierlich arbeitender Kooperationspartner gegründet. Das Forum sichert mit seinem äußerst tragfähigen Netzwerk den Dialog zwischen der Asien-Pazifik-Region und Deutschland bzw. Europa auch zwischen den Asien-Pazifik-Wochen.

Kontakte zwischen deutschen und europäischen Firmen und Unternehmen der Region entstehen und können vertieft werden. Asien bezogenes Know-how wird hier vermittelt. Gegenseitiges Verständnis und Sympathien entstehen. Die Begegnung zwischen unseren Regionen findet auf allen Ebenen statt – auf der politischen Spitzenebene, auf der Ebene der Unternehmensvorstände, ebenso aber unter Einbeziehung der Bevölkerung, in der in den letzten Jahren ein enormes Interesse an China, Japan, Indien, Thailand und den vielen anderen Nationen der Asien-Pazifik-Region gewachsen ist.

Das Interesse beginnt schon in jungen Jahren. Wir fördern es zum Beispiel mit Schüleraustauschprogrammen im Rahmen unserer Städtepartnerschaften. Aber auch mit vielen anderen Formen kultureller Begegnung. Das sind Investitionen in die Zukunft und ich bin sicher: Langfristig wird sich dies auch im beiderseitigen ökonomischen Nutzen niederschlagen.

All das zeigt: Wir sind in Berlin auf einem guten Weg. Wir unterstützen jedes sinnvolle Projekt, das die Zusammenarbeit mit dem asiatisch-pazifischen Raum voranbringt. So auch die im April 2005 beginnende große Initiative unter dem Motto ‘Deutschland in Japan’, bei der sich die Bundesrepublik Deutschland im Land der aufgehenden Sonne präsentiert. Und wir werden auch in Zukunft jede Chance nutzen, um unsere Stadt weiter voranzubringen – im Dialog und in Kooperation mit Partnern in aller Welt und ganz besonders im Asien-Pazifik-Raum, der für uns ein wichtiger Schwerpunkt ist.

Lassen Sie mich daher zum Schluss eine herzliche Einladung aussprechen: Merken Sie sich die 5. Asien-Pazifik-Wochen in Ihren Kalendern vor und kommen Sie in der Zeit vom 19. September bis zum 2. Oktober 2005 nach Berlin. Schwerpunktländer waren bisher Japan, China und Indien. Und im nächsten Jahr wird das Schwerpunktland Korea im Mittelpunkt des Interesses stehen. Und wenn Sie noch einen Tag länger bleiben, können Sie am 3. Oktober auch die Feierlichkeiten anlässlich des Tages der Deutschen Einheit in Berlin erleben. Es ist im nächsten Jahr immerhin der 15. Jahrestag!

Nun also wünsche ich Ihnen und uns allen eine fruchtbare Konferenz und viel Schwung für die weitere Entwicklung unserer Kontakte zwischen dem Asien-Pazifik-Raum und der Bundesrepublik Deutschland.”

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