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WOWEREIT ZUM 9. NOVEMBER

Pressemitteilung vom 08.11.2004

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, erklärt zum 9. November 2004:

“Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 ist Grund zur Freude, die Progromnacht vom 9. November 1938 ist eine der dunkelsten Stunden deutscher Geschichte. Der 9. November ist ein Datum, das die positiven und die negativen Seiten unserer Geschichte aufs Engste verbindet.

Die Berlinerinnen und Berliner denken mit Freude an den Fall der Mauer. Unsere Stadt begann an diesem Tage wieder zusammenzuwachsen. Menschliche und familiäre Bindungen, die unter vierzig Jahren Teilung so sehr gelitten haben, konnten sich wieder ungehindert entwickeln. Die Freude über den Mauerfall kann jedoch nicht ungetrübt sein, denn es ist auch der Menschen zu gedenken, die an der Mauer ihr Leben oder ihre Gesundheit verloren haben. Bei aller Freude dürfen wir das Leid nicht vergessen, das die Teilung und ihre Folgen vielen Menschen in unserer Mitte zugefügt haben.

Berlin zeigt Spuren deutscher Geschichte auf besonders intensive Weise. Das gilt für die deutsche Teilung, und das gilt für die nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Die Erinnerung zu bewahren und an die nachwachsenden Generationen weiterzugeben, ist eine besondere Verpflichtung. Freiheit und Demokratie sind unverzichtbare Werte.

Am 9. November 1938 hat begonnen, was in Auschwitz endete: Die Ermordung der europäischen Juden. Die jüngsten Wahlerfolge rechtsradikaler Kräfte zeigen, dass die Erinnerung daran von großer Aktualität ist. Wir müssen Rechtsradikalismus und Antisemitismus wirksam bekämpfen und in dieser Auseinandersetzung immer wieder Gesicht zeigen.” – - – - -

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