BERICHT ZUM STAND BAUVORHABEN „TOPOGRAPHIE DES TERRORS“

Pressemitteilung vom 17.02.2004

Aus der Sitzung des Senats am 17. Februar 2004:

Der Senat hat den von Stadtentwicklungssenator Peter Strieder vorgelegten Bericht an den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses über das Internationale Dokumentations- und Begegnungszentrum Berlin „Topographie des Terrors“ beschlossen.

Darin werden Maßnahmen zur Einhaltung der gebilligten Gesamtkosten für das Bauwerk dargestellt. Diese Gesamtkosten in Höhe von 38,9 Mio. € waren nach Prüfung der Ergänzungsunterlagen im August 2001 festgesetzt worden und enthielten auch den mit einer Rohbaufirma festgelegten Pauschalpreis für die Stabwerkskonstruktion (Rohbau).

Da diese Baufirma im Frühjahr 2002 Insolvenz angemeldet hatte, mussten die Rohbauarbeiten erneut europaweit ausgeschrieben werden. Diese Ausschreibung erbrachte jedoch kein Angebot im vorgegebenen Kostenrahmen. Aufgrund dieser Situation wurde mit dem Architekten im Frühjahr 2003 vereinbart, die Konstruktion und den Ausbau zu vereinfachen. Eine im August 2003 vorgelegte und vom Stiftungsrat zur Kenntnis genommene Machbarkeitsstudie bestätigte die mögliche Einhaltung der Gesamtkosten durch die vorgeschlagenen Vereinfachungen. Ein Angebot auf dieser Grundlage lag dann Ende September 2003 vor. Allerdings hat der Bieter Anfang des Folgemonats ebenfalls Insolvenz angemeldet; das Insolvenzverfahren wurde am 1. November 2003 eröffnet. Das Unternehmen hatte während der Verhandlungsphase konstruktiv an den Vereinfachungen der Stabwerksmontage mitgewirkt. Aus diesem Grund wurde dem Insolvenzverwalter ein Zeitraum bis Dezember 2003 eingeräumt, ein Konzept für die Weiterführung des Unternehmens und für die Realisierung des Rohbaus zu erarbeiten. Das Sanierungskonzept liegt jetzt vor und sieht die Gründung eines solventen Nachfolgeunternehmens vor.

Zurzeit laufen Verhandlungen zum Abschluss eines Bauvertrages für die Rohbauleistungen im Rahmen des dafür vorgesehenen Gesamtkostenanteils. Die Montage des Stabwerks soll noch im Herbst 2004 beginnen.

Kontrolle und Steuerung der Baukosten durch externe Kostensteuerer sollen sichern, dass die gebilligten Gesamtkosten in Höhe von 38,9 Mio. € eingehalten werden. Außerdem werden weitere kostensenkende Maßnahmen im Innenausbau und bei den technischen Installationen geprüft. – - -

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: oeffentlichkeit@senstadt.verwalt-berlin.de