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KLEINGARTENENTWICKLUNGSPLAN BESCHLOSSEN

Pressemitteilung vom 06.04.2004

Aus der Sitzung des Senats am 6. April 2004:

Der Senat hat den vom Senator für Stadtentwicklung, Peter Strieder, vorgelegten Kleingartenentwicklungsplan – nach Stellungnahme durch den Rat der Bürgermeister – beschlossen. Der Kleingartenentwicklungsplan wird dem Abgeordnetenhaus zur Kenntnis gegeben. Das Abgeordnetenhaus hatte im Juni 2003 seinen Auftrag erneuert, einen Kleingartenentwicklungsplan vorzulegen, der auch Planungen für eine Verlängerung der Schutzfristen für nicht dauerhaft gesicherte Kleingartenflächen aufzeigt.

Für landeseigene Kleingartenflächen, die im Flächennutzungsplan (FNP) Berlin für andere Nutzungen vorgesehen sind, hatte das Abgeordnetenhaus bereits 1994 eine Schutzfrist von zehn Jahren eingeräumt. Ausgenommen davon waren Flächen, die für Projekte der sozialen, technischen und verkehrlichen Infrastruktur vorgesehen sind. Die ursprünglich prognostizierte Entwicklung Berlins ist jedoch nicht in dem erwarteten Umfang eingetreten.

Senator Strieder: „Der nun vorliegende erste Kleingartenentwicklungsplan für Berlin gibt Auskunft über die heute erkennbar notwendige Entwicklung und bezieht sich auf einen Zeithorizont bis 2014. Die Berliner Kleingärten sind so sicher wie noch nie. Für ca. 85 % der bisher unter die Schutzfrist fallenden landeseigenen Kleingartenflächen kann der Schutzstatus bis 2010 bzw. 2014 verlängert werden. Erstmals können für ca. 37 ha Kleingartenfläche Schutzfristen eingeräumt werden, die für Projekte der sozialen, verkehrlichen und technischen Infrastruktur in Anspruch genommen werden sollen. So kommen zu den ca. 2618 ha dauerhaft zu erhaltenden Kleingartenflächen bis zum Jahr 2010 bzw. 2014 weitere 264 ha unter Schutz gestellte Kleingartenflächen hinzu.“

Für folgende landeseigene Kleingartenanlagen bzw. Teilflächen (*) wird die Schutzfrist bis 2014 verlängert:

Mitte:
Grüntal, Klein Afrika, Nordkap, Virchow, Wiesengrund, Wilhelm-Kuhr-Straße

Reinickendorf:
Am Erlengrabenteich, Am Waldessaum, Borsigaue, Freie Scholle, Gartenfreunde – Seidelstraße, Gartenfreunde – An der Promenade, Kühler Grund, Schlehbusch*, Schweinekopf, Schweizertal, Simmelgarten

Pankow:
Am Volkspark Prenzlauer Berg*, Berg und Tal, Bornholm I, Bornholm II*, Grönland*, Neu Berlin, Neues Heim*, Am Steinberg*, Dreieck Nord*, Frieden*, Gesundheitsquell, Grüne Wiese, Hamburg, Kühler Grund*, Birkengrund, Edelweiß*, Gartenfreunde Nordend*, Humboldt – Neues Heim, Kirschplantage, Lindenhof, Sonnental*, Straße vor Schönholz*

Neukölln:
Alpental, Einigkeit, Freie Stunde, Freiheit, Friedenstal, Hand in Hand, Harztal – Wilde Rose, Kühler Grund*, Odertal*, Pappelheim, Petersbaude, Rübezahl, Steingrube Weimars Ruh, Steinreich, Treseburg, Weidental, Wilhelmsruh, Zur Elf

Spandau:
Altonaer Straße II, Am Grützmachergraben, Hasenheide IV, Lazarusstraße, Ruhleben*, Schlangengraben*, Sonnenschein, Zu den Eichen*

Lichtenberg:
Akazienwäldchen, Am alten Steuerhaus, Blockdamm*, Giselastraße, Hochspannung*, Ilsegärten*, Langes Höhe*, Mühlenberg*, Paradies*, Rheinstein*, Reichsbahn Anschluß Röder, Siegfriedslust*

Steglitz-Zehlendorf:
Steglitz West, Südpark, Südpark – An der Schäferei, Waltershauser Straße

Tempelhof-Schöneberg:
Albrechtshöhe, Erholung, Feldblume*, Feldschlößchen, Germania, Hansakorso*, Kaisergarten, Sandwüste, Südring, Wild-West*, Maxstraße

Treptow-Köpenick:
Alte Sternwarte*, Am Heidekampgraben*, Am Missisippi, Ehrliche Arbeit, Forsthausallee, Fortschritt*, Fortuna*, Gemütlichkeit III*, Harmonie, Holunderbusch*, Kreuztal*, Kuckucksheim II*, Lakegrund, Lerchenhöhe*, Mariengrund, Naturfreunde Treptow, Niederschöneweide, Parkstraße*, Reichsbahn Eintracht*, Sorgenfrei, Treptows Ruh, Wendenheide*, Zur Linde*, Adlershorst, Alter Grund, Grünau*, Grünauer Straße 1920*, Grüne Aue, Salvador-Allende-Straße, Siedlung am Walde, Waldsiedlung Müggelheim, Wendenaue I, Wendenaue II, Wittigwiesen*, Wuhlemündung, Zum Steingarten

Marzahn-Hellersdorf:
An der Wendeschleife, Aufbau, Auf der Alm, Dauergarten, Friedrichsfelde Nord, Klein Biesdorf-Süd, Rosengarten, Alt-Hellersdorf, BWF Kressenweg, Iselbergplatz, Kaulsdorfer See*, Storchennest, Wallstraße, Werbellinbecken, Wilhelmsmühlenweg, Wuhleblick

Charlottenburg-Wilmersdorf:
Gaußstraße*, Heckerdamm, Heideschlößchen*, Kalowswerder, Lambertstraße, Lindenblüte, Olbersstraße, Saatwinkler Damm*, Alt Rheingau*, Hohenzollerndamm, Kissingen*

Für folgende landeseigene Kleingartenanlagen bzw. Teilflächen (*) wird eine Schutzfrist bis 2010 eingeräumt:

Mitte:
Scherbeneck, Sommerglück

Spandau:
Hoffnung, Kleckersdorf, Wiesengrund

Tempelhof-Schöneberg:
Eschenallee, Morgengrauen

Neukölln:
Kühler Grund*, NCR

Charlottenburg-Wilmersdorf:
Bleibtreu II*, Buchenweg, Pferdemarkt*, Waldschule-Eichkamp, Wiesengrund*, Am Stadtpark I*, Bundesallee, Durlach, Paulsborn-Kudowa, Wiesbaden*

Reinickendorf:
Gartenfreunde-Wackerplatz

Lediglich für 1 % läuft die Schutzfrist im Jahr 2004 aus. Dies trifft für folgende landeseigene Kleingartenanlagen bzw. Teilflächen (*) zu:

Charlottenburg-Wilmersdorf:
Blumenpflege, Stichkanal, Neuere Fürstenbrunner Weg*, Württemberg

Tempelhof-Schöneberg:
Borussia, Friede und Arbeit

Reinickendorf:
Am Brocken II, Einigkeit*, Spandauer Weg

Neukölln:
Alt-Ruhleben I, Am Orchideenweg, Antons Ruh, Buschkrug, Buschkrugtal, Fliedergrund, Grüner Stern, Helmutstal, Neuhofer Straße, Stadtbär, Zittauer Straße*, Zum Siedlerheim

Für 3 % der kleingärtnerisch genutzten Flächen besteht keine Schutzfrist, da sie kurzfristig für verkehrliche, technische oder soziale Projekte in Anspruch genommen werden sollen bzw. die Anlagen auf eigenen Wunsch in Wohngebiete umgewandelt werden sollen. Bei den restlichen 9 % handelt es sich um private kleingärtnerisch genutzte Flächen, die im FNP in als Bauflächen dargestellten Gebieten liegen, für die der Senat keine Schutzfristen verhängen kann.

Auch nach Ablauf der Schutzfrist bzw. in den Fällen, wo keine Schutzfrist besteht, können die Pachtverhältnisse nur unter den Voraussetzungen des Bundeskleingartengesetzes gekündigt werden.

Der Kleingartenbestand, die Kleingartenentwicklung und der Nachfragebedarf werden kontinuierlich fortgeschrieben. Ergeben sich daraus grundlegend veränderte Situationen, sind die kleingartenrechtlichen Vorschriften und der Kleingartenentwicklungsplan den Erfordernissen anzupassen. – - –

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: oeffentlichkeit @senstadt.verwalt-berlin.de