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SENAT BESCHLIESST BERICHT ZUM „STADTENTWICKLUNGSKONZEPT BERLIN 2020“

Pressemitteilung vom 06.04.2004

Aus der Sitzung des Senats am 6. April 2004:

Der Senat hat auf Vorlage von Stadtentwicklungssenator Peter Strieder den Bericht zum „Stadt-entwicklungskonzept Berlin 2020 – Statusbericht und perspektivische Handlungsansätze“ als Grundlage für die Stadtentwicklungsdiskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Ziel ist es, im Jahr 2004 eine systematische und breit angelegte öffentliche Diskussion über die zukünftigen Herausforderungen in der Stadtentwicklung zu führen. Dazu ist die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Ver-waltungen und privaten Akteure erforderlich.

Das öffentliche Handeln im Generellen und das Planungshandeln im Speziellen sind heute – im Vergleich zur Euphorie der unmittelbaren Nachwendezeit – durch eine realistische Sicht der Dinge geprägt. Neue, gravierende Herausforderungen sind mit extremer Finanzknappheit und einem hohen Sparzwang der öffentlichen Hand zu bewältigen. Dazu gehören der Umgang mit sozialen Spannungsfeldern, mit Wohnungsleerstand, die Lenkung von Entwicklungsimpulsen auf die strategisch richtigen Stellen, die Aktivierung vorhandener Flächenpotenziale sowie Fragen der Um- und Nachnutzung der gebauten Stadt.

Diese gegenwärtige Phase der Umstrukturierung bietet neue Chancen und ist eine Herausforderung für die Stadtentwicklungsplanung, die mit dem Stadtentwicklungskonzept Berlin 2020 nun eine Leitvorstellung für die langfristige räumliche Entwicklung der Stadt aufzeigt.

Dieser Statusbericht und die perspektivischen Handlungsansätze bilden eine wesentliche inhaltliche Grundlage für die Umsteuerung der verschiedenen stadtentwicklungspolitischen Hand-lungsfelder. Ausgehend von der Analyse der Entwicklungen seit 1990 werden erste Leitvorstellungen für stadtentwicklungsplanerische Handlungsansätze u. a. in den Bereichen Wohnen, Wirtschaft, Freiraum und Flächenpotenziale entwickelt, um den notwendigen Paradigmenwechsel in der Stadtentwicklung zu vollziehen.

Eine wesentliche These des Stadtentwicklungskonzeptes ist z. B. die Orientierung auf Bestandsentwicklung: So bildet Wachstum im Sinne von quantitativer Veränderung nicht mehr den Schwerpunkt der Berliner Stadtentwicklung. Es sind die qualitativen Veränderungen, die die Stadt zukünftig prägen. Dabei werden die vorhandenen und bewährten Qualitäten Berlins erhalten. Sie werden durch gezielte Stabilisierung und Qualifizierung an die zu erwartenden Veränderungen angepasst. Mit strategischen Zielen, klaren Regeln sowie eindeutigen Prioritäten werden so planerisch langfristige Entwicklungschancen offen gehalten.

Berlin wird nach wie vor als Stadt im Umbruch wahrgenommen und verfügt damit über eine hohe Attraktivität insbe-sondere für junge Menschen und innovative Branchen. Neben der Funktion als Hauptstadt und Regierungssitz liegen die Chancen Berlins in den Bereichen Wissen-schaft, Gesundheit, Kultur, Tourismus und überregionale Dienstleistungen.

Ziel ist es, in einem dynamischen Prozess strategische Ansätze neu zu formulieren und das Management einzelner Stadtentwicklungsprozesse zu verbessern. Dazu gehört auch, Kommunikationsprozesse zu fördern und neue Kooperationen zu suchen.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit anderen Senatsverwaltungen eine breite öffentliche Diskussion starten. Themen, die erörtert werden sollen, sind u. a. die Rolle Berlins als Hauptstadt, die Funktion und Bedeutung des Stadt- und Metropolenraums und die verbesserte Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft. – - -

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: oeffentlichkeit @senstadt.verwalt-berlin.de