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WOWEREIT WÜRDIGT 25 JAHRE TAZ

Pressemitteilung vom 15.04.2004

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat der “tageszeitung” zum 25. Geburtstag gratuliert. In seinem Schreiben an die Chefredakteurin der in Berlin erscheinenden Tageszeitung, Bascha Mika, heißt es u.a.:

“ 25 Jahre taz – das sind gleich 25 Anlässe zum Feiern. Denn wer hätte diesem bunten Pflänzchen ein anderes Schicksal vorhergesagt, als in kürzester Frist von den großen Tieren des Zeitungsmarktes gefressen zu werden. In der Tat hat die taz viele Edelfedern an die besser zahlende Konkurrenz verloren. Aber noch zahlreicher sind seit jeher die Talente, die in der Kochstraße sprießen. Die taz kann sich zugute halten, eine der produktivsten journalistischen Talentschmieden der Republik zu sein – Chapeau!

Überhaupt wollte die taz immer anders sein: kritischer, bunter, undogmatischer und unabhängiger als die etablierte Konkurrenz. Das ist ihr auf wunderbare Weise gelungen. Sie hat damit bewiesen, dass der politische Anspruch ihres Milieus, eine Alternative zum Establishment zu bieten, in der Publizistik überlebt hat.

Nicht immer erfreut es die Mächtigen, was sie in der taz über sich lesen müssen, aber man kann sich darauf verlassen, dass die Lektüre häufig großes Vergnügen bereitet. Und wenn es mal heftiger kommt, dann spendet niemand besseren Trost als die taz selbst, die ihre Arbeit als ‘genialen Dilettantismus’ beschreibt.

Es ist diese jugendliche Respektlosigkeit, die der taz auch im reiferen Alter ihre freche Frische erhalten hat. Überdies hat sie bewiesen, dass es sich selbst in einer ökonomischen Dauerkrise fröhlich leben lässt. Auch in dieser Hinsicht gehört die taz zu Berlin wie das Haushaltsloch und SO 36.

Ich gratuliere der taz zum 25. Geburtstag und wünsche Ihnen noch viele produktiv bewältigte Krisen und spannende Ausgaben.

Ihnen, Ihren Mitarbeitern und Lesern wünsche ich zudem eine ausgelassene Geburtstagsparty und möchte meine Freude darüber nicht verhehlen, dass Sie aus diesem Anlass das Tempodrom nicht nur publizistisch zu würdigen wissen.”
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