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VERLEIHUNG DER STADTÄLTESTENWÜRDE BERLINS

Pressemitteilung vom 05.07.2004

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

In Anerkennung ihrer Verdienste um Berlin verleihen der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und der Vizepräsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Prof. Dr. Christoph Stölzl, am Mittwoch, 7. Juli 2004, 11.30 Uhr, im Großen Saal des Roten Rathauses die Stadtältestenwürde an Hans-Dieter Blaese, Pastor Werner Braune, Alfred Gleitze, Prof. Dr. Günther Gottmann, Sigurd Hauff, Barbara John, Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit und Dr. Wolfgang Ullmann (Fototermin).

Hans-Dieter Blaese war von 1980 bis 2003 Präsident der Handwerkskammer Berlin und hat in seinem Amt entscheidend das Ansehen des Berliner Handwerks gefördert. Darüber hinaus war er Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, des Deutschen Handwerkskammertages sowie der Europäischen Union des Handwerks und der Klein- und Mittelbetriebe.

Pastor Werner Braune war von 1979 bis 2001 Direktor der Stephanus-Stiftung in Berlin-Weißensee, einer der größten diakonischen Einrichtungen der ehemaligen DDR mit dem Schwerpunkt der Hilfe für alte Menschen, Behinderte sowie Kinder und Jugendliche. 1991 wurde er zudem zum Vorsitzenden der Diakonischen Konferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland und zum Mitglied des Diakonischen Rates des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland berufen.

Alfred Gleitze wirkte 32 Jahre auf kommunalpolitischem Gebiet im Bezirk Schöneberg. Er war Bezirksverordneter und Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung, Bezirksstadtrat für Jugend und Sport, später für das Ressort Finanzen und Wirtschaft und schließlich Bezirksbürgermeister.

Professor Dr. Günther Gottmann war von 1980 bis 1997 Direktor des Museums für Verkehr und Technik und maßgeblich an dessen Aufbau beteiligt. Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass dieses Museum im internationalen Vergleich inzwischen zu den großen Technikmuseen gehört und ein Besuchermagnet in der Stadt geworden ist.

Sigurd Hauff wurde 1971 in das Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt und übte in den Folgejahren verschiedene führende Funktionen in der SPD-Fraktion aus. 1981 übernahm er das Amt des Volksbildungsstadtrates in Spandau und wurde 1992 zum Bezirksbürgermeister gewählt.

Barbara John wurde 1981 zur ersten Ausländerbeauftragten des Berliner Senats ernannt und hatte dieses Amt bis 2003 inne. Sie war damit die dienstälteste Ausländerbeauftragte in der Bundesrepublik. Mit großem Erfolg hat sie sich für die Förderung von Toleranz und Gewaltlosigkeit in einer multikulturellen Gesellschaft eingesetzt.

Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit arbeitete von 1960 bis 1991 in Hamburg als Richterin. 1994 wurde sie zur Senatorin für Justiz in Berlin ernannt und erwarb sich hier Verdienste in dem nach der Wiedervereinigung stark geforderten Justizbereich. Sie wechselte 1997 zurück nach Hamburg und übernahm dort ebenfalls das Amt der Justizsenatorin. Derzeit ist sie wieder als Anwältin in Berlin tätig.

Dr. Wolfgang Ullmann war einer der Mitbegründer des „Runden Tisches“ und Minister ohne Geschäftsbereich in der Übergangsregierung Modrow. 1990 und 1994 gehörte er für die Partei Bündnis 90/Die Grünen dem Deutschen Bundestag und anschließend dem Europaparlament an.

Mit der Ehrenbezeichnung „Stadtälteste/r von Berlin“ können Einwohnerinnen und Einwohner Berlins gewürdigt werden, die mehr als 20 Jahre lang der Stadt Berlin in Wahl- oder Ehrenämtern gedient haben und die älter als 65 Jahre sind. Bei außergewöhnlichen Verdiensten, vor allem um die Entwicklung und Festigung der Demokratie und um die Wiedervereinigung Berlins, können diese Fristen unterschritten werden. Um den Rang dieser besonderen Würde hervorzuheben, soll die Zahl lebender Stadtältester nicht über 40 steigen. Der Senat lädt die Stadtältesten zu Feierlichkeiten als Ehrengäste ein. Sie bekommen kostenlos das Berliner Amtsblatt und Jahreskarten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Das Land Berlin übernimmt die Kosten für die Begräbnisse von Stadtältesten in einem Ehrengrab auf einem Berliner Friedhof. Bisher erhielten 225 Personen die Stadtältestenwürde.

Weitere Informationen zur Stadtältestenwürde finden Sie im Internet unter
[[/RBmSKzl/ehr_auszeichnungen.html#stadtaelteste|http://www.berlin.de/RBmSKzl/ehr_auszeichnungen.html#stadtaelteste]] und
[[/RBmSKzl/ehr_stadtaelteste.html|http://www.berlin.de/RBmSKzl/ehr_stadtaelteste.html]].

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