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ERSTER BERLINER EHRENAMTSBERICHT WÜRDIGT BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

Pressemitteilung vom 06.07.2004

Aus der Sitzung des Senats am 6. Juli 2004:

Der Senat hat den von der Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Dr. Heidi Knake-Werner, vorgelegten Bericht über Bürgerschaftliches Engagement in Berlin beschlossen. Das Abgeordnetenhaus hatte den Senat aufgefordert, jeweils zur Mitte der Legislaturperiode einen Ehrenamtsbericht zu erarbeiten.

Etwa ein Viertel der Berlinerinnen und Berliner ist freiwillig, ehrenamtlich, bürgerschaftlich engagiert. Der vorliegende erste Ehrenamtsbericht würdigt dieses außergewöhnliche Engagement, das viele unterschiedliche Tätigkeitsfelder umfasst. Er kann daher nicht alle Aktivitäten aufzählen und informiert vor allem über jene, bei denen bürgerschaftliches Engagement in Berlin mit staatlichem oder Verwaltungshandeln im weitesten Sinne verbunden ist.

Der Senat verfolgt das Ziel, mit dem Leitbild der „Bürgergesellschaft“ und des „ermöglichenden Staates“ zu einer neuen politischen Kultur der Anerkennung beizutragen und die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement zu verbessern. Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements betrachtet der Senat als politische Querschnittsaufgabe. Der Senat hat mit der Ernennung des Chefs der Senatskanzlei zum Beauftragten für das Bürgerschaftliche Engagement und der Einrichtung einer ressortübergreifenden „Arbeitsgruppe Bürgergesellschaft“ bei der Senatssozialverwaltung die geeigneten Voraussetzungen dafür geschaffen. Die Senatskanzlei und die einzelnen Senatsverwaltungen berichten über gemeinsam angeschobene strukturelle Verbesserungen und ressortbezogene Aktivitäten.

Der Senat hat bereits viele Aktivitäten in seiner Öffentlichkeitsarbeit angeschoben, um mit einem qualifizierten Informations- und Kommunikationsangebot das ehrenamtliche Engagement in der Stadt zu fördern. So hat er beispielsweise das Bürgerportal „bürgeraktiv Berlin“ entwickelt. Hier können die Berlinerinnen und Berliner nicht nur gezielt nach Angeboten von Vereinen und Initiativen zur eigenen Mitarbeit suchen, das Bürgerportal vernetzt auch die dargestellten Projekte und Initiativen.

Sein Engagement zur Stärkung der Bürgergesellschaft setzt das Land Berlin auf Bundesebene fort, indem es aktiv in der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mitwirkt und jetzt auch dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement beitritt.

Im Hauptteil des Berichts werden die wesentlichen Handlungsfelder des bürgerschaftlichen Engagements in Berlin dargestellt. Dazu zählen: die Anerkennungskultur, Nachbarschaftshilfe, Unternehmerisches Bürgerschaftliches Engagement (Corporate Citizenship), Infrastruktur, Öffentlichkeitsarbeit, interkulturelle Aspekte, Verwaltungsreform und der Bürgerhaushalt, ein Projekt in mehreren Berliner Bezirken zur Stärkung der Bürgerbeteiligung in Rahmen der Aufstellung des bezirklichen Haushaltes.

Der Senat beabsichtigt, die Kooperation aller wichtigen Akteure im Sinne einer „Landesinitiative Bürgergesellschaft Berlin“ weiter voranzutreiben. Dazu gehört, bürgerschaftliches Engagement als wichtiges Element einer neuen, partnerschaftlich getragenen Verantwortung für das Gemeinwesen zu sehen. Staatlich gewährleistete soziale Sicherheit und gesellschaftliches Engagement gehören zusammen und sollten eine Balance bilden. Um die Rahmenbedingungen bürgerschaftlichen Engagements zu verbessern, strebt der Senat an, einen umfassenden Versicherungsschutz, insbesondere für die rechtlich unselbstständigen Vereinigungen zu schaffen.

Der Bericht wird im Berliner Engagement Portal („BeePort“) [[http://www.berlin.de/beeport|www.berlin.de/beeport]] veröffentlicht.

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Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz
Telefon: 9028-2743
E-Mail: pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de