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STANDORTE FÜR DIE PRODUKTION IN BERLIN SICHERN – ENTWICKLUNGSKONZEPT FÜR DEN PRODUKTIONSGEPRÄGTEN BEREICH ÜBERARBEITET

Pressemitteilung vom 07.09.2004

Aus der Sitzung des Senats am 7. September 2004:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf, und der Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, das überarbeitete Entwicklungskonzept für den produktionsgeprägten Bereich – EpB – beschlossen. Damit unterstreicht der Senat seine 1999 eingeleitete Politik, Berlin als modernen Industrie- und Dienstleistungsstandort weiterzuentwickeln und zu sichern.

Die Industrie ist mit rund 140.000 Beschäftigten ein wichtiges Element des Wirtschaftsstandortes Berlin. Mehr als ein Zehntel des Berliner Bruttoinlandsprodukts wird unmittelbar durch das verarbeitende Gewerbe erbracht. Berlin sichert mit dem neuen Entwicklungskonzept die von der Industrie benötigten Flächen. Im überarbeiteten EpB werden rund zwei Drittel der im Flächennutzungsplan dargestellten gewerblichen Bauflächen Berlins berücksichtigt. Insgesamt umfasst das Konzept 2.834 Hektar Fläche, auf denen nun grundsätzlich Nutzungen ausgeschlossen werden, die zu einer Steigerung des Bodenpreises führen könnten.

Um Wachstumschancen nutzen zu können und zur Realisierung moderner innerbetrieblicher Arbeitsabläufe benötigen Betriebe des verarbeitenden Gewerbes – neben qualifizierten Arbeitskräften – günstig gelegene und preiswerte Gewerbeflächen. Im Vergleich zu anderen bundesdeutschen Großstädten verfügt Berlin über sehr günstige Bodenpreise für Gewerbeflächen – nicht zuletzt aufgrund der Wirkungen des EpB. Die Bodenrichtwerte für produktionsorientiertes Gewerbebauland lagen zum 1. Januar 2004 bei ca. 50 bis 180 € pro Quadratmeter Fläche. Zum Vergleich: In innerstädtischen Lagen betragen die Quadratmeterpreise für dienstleistungsorientiertes Gewerbe 240 bis 900 €.

Das EpB liefert durch die Benennung von geeigneten Flächen eine wesentliche Hilfestellung für ansässige Betriebe und für potenzielle neue Investoren. Es benennt geeignete Flächen für die Produktion von Gütern, berücksichtigt branchenspezifische Besonderheiten, beschreibt die Lage- und Erschließungsqualität und kennzeichnet den planungsrechtlichen Status der Grundstücke. Das Entwicklungskonzept ist damit ein wichtiges Instrument für die Wirtschaftspolitik der Stadt: Potenzielle neue Investoren erhalten einen sofortigen Überblick über geeignete Standorte, womit die Ansiedlung von produzierendem Gewerbe auf preiswertem Grund und Boden befördert werden kann. Da jede Neuansiedlung einen Gewinn an Arbeitsplätzen bedeutet, kann das EpB ein Instrument für die Förderung der Wirtschaftskraft Berlins werden. – - -

Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen/Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9013-7418/9012-5800
E-Mail: pressestelle@senwiarbfrau.verwalt-berlin.de