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ANALPHABETISMUS FRÜHER ERKENNEN UND BEKÄMPFEN

Pressemitteilung vom 12.10.2004

Aus der Sitzung des Senats am 12. Oktober 2004:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger, einen Bericht an das Abgeordnetenhaus zur Erarbeitung eines Maßnahmeplans zur Bekämpfung des sekundären Analphabetismus in Berlin beschlossen.

Beim sekundären Analphabetismus geht man davon aus, dass Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen in der Schule zwar erworben, durch Vermeidungsstrategien aber nicht genutzt und vergessen werden. Wie schnell die Vermeidungsstrategien greifen und zum Vergessen führen, darüber gibt es bisher nur Vermutungen. Man darf aber inzwischen davon ausgehen, dass dieser Prozess bereits während der Schulzeit einsetzt.

Angebote zur Behebung dieser Defizite werden insbesondere von den Volkshochschulen und den Vereinen Lesen und Schreiben e. V. sowie Arbeitskreis Orientierungs- und Bildungshilfe e. V. gemacht. Sie werden jedoch nur von einem zu kleinen Teil des betroffenen Personenkreises genutzt.

Die Einführung von Vergleichsarbeiten und von Leistungsstandsfeststellungen zum mittleren Schulabschluss nach neuem Schulgesetz soll zum Anlass genommen werden, das Ausmaß von sekundärem Analphabetismus zu erfassen und eine stärkere Vernetzung von Schule und Weiterbildung in dieser Frage herzustellen. – - -

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Telefon: 9026-5843
E-Mail: Briefkasten@senbjs.verwalt-berlin.de