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PROJEKT „NETZWERK RAUCHFREIE SCHULEN“ STEHT KOMPLETT ZUR VERFÜGUNG

Pressemitteilung vom 21.09.2004

Aus der Sitzung des Senats am 21. September 2004:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger, einen Bericht an das Abgeordnetenhaus über ein generelles Rauchverbot an Schulen beschlossen.

Das Abgeordnetenhaus hat in seiner Sitzung am 17. Juni 2004 den Senat aufgefordert, die Initiativen für „rauchfreie Schulen“ für alle Berliner Schulen verbindlich zu machen und diese Initiative durch ein generelles Rauchverbot an allen Schulen zu unterstützen.

Das Projekt „Netzwerk rauchfreie Schulen“ wurde im Rahmen des Qualitätsmanagements für die Suchtprophylaxe an Schulen in den letzten sechs Jahren stufenweise aufgebaut. Es steht seit Beginn des neuen Schuljahres komplett zur Verfügung. Angesprochen werden damit sowohl Nichtraucher (damit sie Nichtraucher bleiben), Probierer (damit sie keine Gewohnheitsraucher werden) als auch abhängige Jugendliche (damit sie den Ausstieg schaffen).

Um den für verschiedene Schulen schwierigen Prozess der Umstellung zu unterstützen, gibt es folgende Angebote:

 Für Grundschulen:
- „Klasse 2000“ – ein Programm zur Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung an Grundschulen, das Unterrichtsvorschläge, Arbeitsbögen, Elternbriefe, begleitende Lehrerfortbildung umfasst. Ansprechpartnerinnen: Marion Brehmer, Tel. 542 90 57, Karin Baar, Tel. 0174 66 88 278.
- “Be smart – don’t start” – europäischer Nichtraucherwettbewerb mit zusätzlichem Berliner Sonderwettbewerb. Ansprechpartnerin: Frauke Gönner, Tel. 0172 8828 437. Suchtprophylaxe in Kindertagesstätten und Grundschulen, Programm zur Frühvorbeugung, das Lehrerfortbildung zur Psychomotorik, Suchtvorbeugung und Elternarbeit, Aufbau von Kooperationen zwischen Kita und Grundschule mit gemeinsamer Supervision beinhaltet. Angebot im Rahmen von anschub.de im Bezirk Mitte. Ansprechpartnerin: Gisela Gessner, Tel. 4979 994 7204, Dr. Elke Langbehn, Tel. 75 60 71 71.

 Für Oberschulen:
- „Be smart – don’t start“ (siehe oben)
- „Lions Quest‚ Erwachsen werden‘“ – Programm zur Suchtvorbeugung mit Einführungsseminar, Unterrichtsmaterialien, begleitender Fortbildung „Praxisbegleitung“. Ansprechpartnerin: Ingrid Gabriel-Abraham, Tel. 414 01 70.
- „Auf dem Weg zur rauchfreien Schule“ – Programm zur Entwicklung eines Konzeptes für eine rauchfreie Schule mit Manual, Fortbildung für Lehrer/innen zur Leitung von Schülergruppen zum Ausstieg, Begleitung der Schulen zur Entwicklung einer Schulvereinbarung. Ansprechpartner: Heinz Kaufmann, Tel. 75 60 82 45.
- Klassengespräche, Angebote für Schulklassen zum Thema Nichtrauchen. Ansprechpartnerin: Dr. Elke Langbehn, Tel. 75 60 71 71.
- Ausstiegsmotivation durch Karuna e.V. Ansprechpartnerin: Elvira Surrmann, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Tel. 9026 5702.
- Kooperation mit der Charité, Prof. Heinz, zum Thema Substanzgebrauch und psychiatrische Störungen, die Fortbildung für Kontaktlehrer/innen und Koordinatoren/innen, Beratung von Eltern zur Diagnostik bei Substanzgebrauch umfasst. Ansprechpartnerin: Elvira Surrmann, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Tel. 9026 5702.

 Für Lehrer/innen, Erzieher/innen, Sozialpädagogen/innen, nichtpädagogisches Personal:
- Ausstiegshilfen durch den Nichtraucherverband.
- Ausstiegshilfen durch die Krankenkassen.

Eine Reihe von weiteren Veranstaltungen zur Unterstützung der Rauchfreiheit in Berliner Schulen ist geplant:
 Einführungsveranstaltung zum diesjährigen Durchlauf des Wettbewerbs „Be smart – don’t start“ am 25. Oktober 2004.
 Einführungsveranstaltung zum Programm „Auf dem Weg zur rauchfreien Schule“ (Fortbildungsveranstaltung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) am 4. November 2004.

Viele Berliner Schulen befinden sich bereits seit längerem auf dem Weg zur rauchfreien Schule bzw. haben dieses Ziel schon erreicht, so z. B. die Theodor-Haubach-Oberschule in Tempelhof-Schöneberg, die Nikolaus-August-Otto-Oberschule in Steglitz-Zehlendorf und die Schulfarm Insel Scharfenberg in Reinickendorf. Sie bieten Anregungen für die Entwicklung eines Konzeptes. – - -

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Telefon: 9026-5843
E-Mail: Briefkasten@senbjs.verwalt-berlin.de